Seit jeher und insbesondere rund um den Weltfrauentag versucht die SPÖ sich die Frauenpolitik an die Fahnen zu heften. Dieselbe SPÖ hat aber bekanntlich keine einzige weibliche Landesparteichefin. Und dieselbe SPÖ ist es jetzt gewissermaßen auch, die 300.000 Euro an Förderungen für das größte Frauensportevent Österreichs gestrichen hat.
Die so wichtige Finanzspritze für das Tennis-WTA-Turnier in Linz wurde nämlich eingespart, wie die „Krone“ erfuhr und das von Michaela Schmidt geführte und Vizekanzler Andreas Babler unterstellte Staatssekretariat bestätigt.
„Das Upper Austria Ladies Linz wurden 2023 bis 2025 im Sinne einer Anschubfinanzierung für die entstandenen Mehrkosten durch den Umzug in eine teurere Location gefördert. Das Ministerium hat dabei aber mehrfach ausdrücklich schriftlich und mündlich darauf hingewiesen, dass eine dauerhafte Finanzierung nicht möglich ist“, heißt es auf Anfrage aus dem Staatssekretariat.
Das Gesetz und die geltenden Richtlinien würden enge Grenzen für rechtskonforme Förderungen setzen. Das Sportministerium könne das Fehlen eines Hauptsponsors zudem nicht dauerhaft mit Steuergeld auffangen und müsse sich in Zeiten von Budgetknappheit auf wenige Veranstaltungen (wie Heim-EMs, WMs) der Sportverbände konzentrieren. Dauerhafte Subventionen für kommerzielle Events mit Millionenpreisgeldern – egal ob im Herren- oder Frauenbereich – seien zudem „nicht sinnvoll“.
Dass in Linz ab dem 5. April dennoch wieder aufgeschlagen werden kann, dürften die Organisatoren auch dem Land Oberösterreich zu verdanken haben, das mithilft – das Event aber künftig auch nicht alleine finanzieren wird können. Eine gemeinsame Veranstaltungsstrategie zwischen Land und Bund wird gefordert.
Insider sprechen gar von „Sauerei“
Ohne Unterstützung von Bundesseite wird es künftig ansonsten nicht mehr möglich sein, gewisse Sportevents nach Österreich beziehungsweise Oberösterreich zu holen oder auch hier zu halten. „Die Gemeinden, Städte und Länder alleine können diesen Aufwand nicht schultern“, unterstreicht Oberösterreichs Landesrat Achleitner.
Aufgeschlagen sind die Kürzungen aber freilich auch bereits in der Branche – in der Insider von einer politischen „Sauerei“ sprechen.
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