Ein Jahr nach ihrer Entführung im westafrikanischen Niger fehlt von der Wienerin Eva Gretzmacher (74) weiterhin jede Spur. Weder über ihren genauen Aufenthaltsort, noch ihren Gesundheitszustand gibt es gesicherte Infos. Abseits der Öffentlichkeit wird aber an einer Lösung des Falls gearbeitet.
Zwölf endlos lange Monate ist es mittlerweile her, dass Gretzmacher unter Waffengewalt aus ihrem Haus in Agadez verschleppt wurde. Gemeinsam mit einer Schweizerin sowie einem US-Amerikaner wird sie von IS-Terroristen in der Grenzregion zwischen Niger und Mali festgehalten. Alle Versuche, die 74-Jährige aus der Gewalt ihrer Entführer zu befreien, scheiterten bislang. Hinter geschlossenen Türen dürfte jedoch verhandelt werden. „Unmittelbar nach Bekanntwerden der Entführung haben wir einen Krisenstab eingerichtet, der alle diesbezüglichen Bemühungen koordiniert“, heißt es aus dem Außenministerium, „zudem wird regelmäßig ein Krisenteam in die Region entsandt, das allen Hinweisen mit Nachdruck nachgeht.“ Erfahrungen würden jedoch zeigen, dass derartige Entführungsfälle sehr komplex sind und ihre Lösung Zeit in Anspruch nehmen kann.
Extreme Bedingungen in der Wüste
Zeit ist aber der entscheidende Faktor! Denn auch bei guter gesundheitlicher Verfassung stellt die Geiselhaft mitten im Wüstengebiet eine ernsthafte Lebensgefahr dar. Bis zu 50 Grad sind im Sommer keine Seltenheit. „Ich hoffe sehr, dass sich der Fall in den kommenden Wochen oder wenigen Monaten lösen lässt und meine Mutter nicht noch einen Sommer unter diesen extremen Bedingungen in Geiselhaft verbringen muss“, so Christoph Gretzmacher, der Sohn der Geisel.
Diskretion ist sein Geschäft
Mittlerweile holte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit Peter Launsky-Tieffenthal einen ausgewiesenen Experten mit ins Boot. Der Sonderbeauftragte des Bundeskanzlers zog bereits maßgeblich – und erfolgreich – bei der Befreiung des Austro-Israeli Tal Shoham aus den Fängen der Terrororganisation Hamas die Fäden. Der Fokus liegt auf Diskretion, um die Verhandlungen nicht zu gefährden. Ein Hoffnungsschimmer für die Angehörigen von Eva Gretzmacher ...
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