100 Tote bei Angriff

Innenminister: Maduro bei Festnahme verletzt

Außenpolitik
08.01.2026 08:36

Beim US-Angriff mit Elitesoldaten auf Venezuela, bei dem Staatschef Nicolas Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen wurden, gab es offenbar mehr Tote, als bisher bekannt. Zudem erklärte der venezolanische Innenminister, dass das Präsidentenehepaar bei ihrer Festnahme verletzt worden seien.

Der überraschende Überfall der Eliteeinheit Army Delta Force am Samstag vor Tagesanbruch war die riskanteste US-Militäroperation dieser Art seit der Tötung von Osama bin Laden durch Mitglieder des Navy SEAL Team 6 in einem Unterschlupf in Pakistan im Jahr 2011. Dem Einsatz waren eine monatelange Planung und wiederholte Proben vorausgegangen. Im Vorfeld probten Delta-Force-Kommandos sogar die Festnahme Maduros in einem originalgetreuen Modell seines Anwesens, das das Joint Special Operations Command in Kentucky errichtet hatte. Sie übten, Stahltüren in immer schnellerem Tempo zu sprengen.

Innenminister Diosdado Caballo spricht von einem „schrecklichen Angriff auf unser Land“. Das ...
Innenminister Diosdado Caballo spricht von einem „schrecklichen Angriff auf unser Land“. Das Bild zeigt Särge von getöteten venezolanischen Soldaten.(Bild: AP/Ariana Cubillos)

Maduro wechselte laufend seinen Aufenthaltsort
Angesichts der verschärften Spannungen mit den USA hatte Maduro zwischen sechs und acht Standorten gewechselt. Um die Operation durchzuführen, benötigte das US-Militär die Bestätigung, dass Maduro sich in dem Anwesen befand, für dessen Angriff sie trainiert hatten. Am Freitagabend ordnete US-Präsident Donald Trump schließlich den Beginn des Militäreinsatzes an. 

Nach Ausschaltung der Luftabwehrsysteme konnte die Eliteeinheit auf Maduros Anwesen landen und sich den Weg zu seinem Schlafzimmer bahnen. Die Personenschützer des venezolanischen Staatschefs wurden der Reihe nach ausgeschaltet. Nach Angaben aus Caracas starben dabei 100 Menschen. Ähnlich viele seien vereltzt worden, erklärte Innenminister Diosdado Caballo am Mittwoch. „Der Angriff auf unser Land war schrecklich“, so der Minister. Schon zuletzt war von mehr als 80 Toten die Rede gewesen.

Trump: Maduro hätte auch getötet werden können
Kurz vor der Festnahme versuchte das Präsidentenehepaar, in einen mit Stahl gesicherten Sicherheitsraum zu gelangen, konnte jedoch die Stahltüren nicht schließen, bevor es festgenommen wurde. Beide sind nach Darstellung der US-Regierung schnell überwältigt worden. Trump erklärte nach der Spezialoperation, Maduro hätte bei dem Einsatz auch getötet werden können.

Laut Caballo wurden der Präsident und die First Lady verletzt. Flores habe einen Schlag gegen den Körper und eine Verletzung am Kopf erlitten. Maduro sei am Bein verletzt worden. Beide würden sich aber von ihren Verletzungen erholen, fuhr der Minister fort.

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