Während es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Waldbrand im Skigebiet Ankogel kam, lösten Feuerwerkskörper im restlichen Kärnten mehrere Brände bei Thujenhecken und Balkonen aus. Und für einen 17-jährigen Klagenfurter endete die Silvesternacht im Krankenhaus.
Was die Verletztenzahlen angeht, dürfte die Silvesternacht nach derzeitigem Informationsstand heuer relativ ruhig verlaufen sein. Lediglich in Klagenfurt kam es gegen Mitternacht zu einem unglücklichen Unfall mit einer Feuerwerksbatterie.
„Der Feuerwerkskörper mit rund 100 Schuss fiel dabei jedoch zur Seite und feuerte deshalb horizontal ab“, berichtet die Polizei. „Beim Versuch, die Feuerwerksbox wieder aufzurichten, erlitt der Jugendliche schließlich Verletzungen an einem Auge.“ Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde der 17-Jährige ins Klinikum Klagenfurt gebracht.
Waldbrand im steilen Gelände
Mit einem Vorfall im Skigebiet Ankogel müssen sich die Feuerwehren der Umgebung auch heute noch beschäftigen. Dort wurde kurz nach Mitternacht ein Waldbrand unterhalb der Mittelstation entdeckt. Wie es zu dem Feuer auf rund 1800 Metern Seehöhe kam, ist noch nicht bekannt, aber dank des starken Windes breitete sich der Brand rasch aus. „Der Brandherd liegt in unwegsamen, steilen und felsigen Gelände. Aufgrund dessen gestalten sich die Löscharbeiten äußerst schwierig“, erklärt die Polizei.
Eine Anfahrt mit regulären Löschfahrzeugen ist aufgrund der Lage unmöglich. „Da die Lage nicht mit Fahrzeugen erreicht werden kann, wurden die Kräfte und Materialen mittel Gondelbahn und Pistengerät Nähe zum Brandherd gebracht“, beschreibt die Freiwillige Feuerwehr Mallnitz den Aufwand. „Mit mehreren Strahlrohren und einem stationären Wasserwerfer konnte der Brand eingedämmt und die Ausbreitung verhindert werden. Insgesamt 93 Personen mit 12 Fahrzeugen standen im Einsatz.“
Bei Tageslicht soll dann der Polizeihubschrauber Libelle die Löscharbeiten unterstützen, auch die Bergrettung Mallnitz steht im Einsatz. Ab 7 Uhr unterstützen insgesamt drei Hubschrauber mit Löschbehältern die Feuerwehren. Der Skibetrieb ist derzeit wegen Schneemangels sowieso nicht möglich. „Wir nutzen gerade die Kälteperiode, um die Pisten zu beschneien und hoffen, dass es bald mit dem Skibetrieb am Berg klappt. Der Brand selbst hat auf das Gebiet zum Glück keine negativen Auswirkungen gehabt“, heißt es seitens der Bergbahnen Ankogel-Mallnitz.
Zwei Thujenhecken standen in Flammen
In Völkermarkt und Krumpendorf waren es zum Glück keine ganzen Wälder, die Flammen fingen, sondern „nur“ Thujenhecken. Während in Völkermarkt noch nicht klar ist, wie eine Holztriste bei einer Garage in Brand geriet, der dann auf eine Hecke übergriff, war in Krumpendorf ein Feuerwerkskörper schuld. Mit ihren Kindern zündete eine 48-Jährige auf der Straße diese. „Ein Feuerwerkskörper verfing sich dabei in einer vier Meter hohen Thujenhecke. Diese begann dadurch zu brennen. Die Hecke brannte auf einer Länge von etwa 10 Metern vollständig ab“, so die Polizei.
Drei Balkonbrände
Und in Althofen, Klagenfurt und Villach führten verirrte Raketen zu Feuerwehreinsätzen. Diese landeten auf Balkonen, die sofort Feuer fingen. Nachdem die Brände aber schnell entdeckt wurden, waren die alarmierten Feuerwehren gleich vor Ort und konnten die Brände rasch unter Kontrolle bringen und löschen.
Müllinsel stand in Flammen
Ebenfalls einem Feuerwerkskörper zum Opfer fiel eine Müllinsel in Klagenfurt. Dort war es aber keine verirrte Rakete, sondern eine Unachtsamkeit. „Der Brand dürfte durch Pyrotechnik, welche entsorgt wurde, verursacht worden sein“, erklärt die Polizei. Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt wurde gegen 1.30 Uhr alarmiert und war schon dabei, den Brand bei der Müllinsel eines Mehrparteienhauses zu löschen.
„Nordseitig des Hauses kam es zu einer starken Rauchentwicklung, weshalb auch Wohnungen auf verletzte Personen kontrolliert werden mussten. Es wurde jedoch niemand verletzt“, berichtet die Polizei weiter. „Durch die Berufsfeuerwehr wurde in weiterer Folge die Fassade im Bereich der angrenzenden Müllinsel entfernt, um einen etwaigen Schwellbrand ausschließen zu können.“
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