Blackbox bald still

Nun sucht auch U-Boot nach verschollener Boeing

Ausland
02.04.2014 10:16
Die Zeit läuft den Mannschaften, die seit Wochen nach der verschollenen Boeing 777 der Malaysia Airlines suchen, davon. Die Blackbox sendet nur noch wenige Tage. Nun beteiligt sich auch ein atombetriebenes U-Boot der britischen Marine an der Suchaktion im Indischen Ozean. Das Suchareal wurde indes erneut verlegt. Es liegt nun 1.500 Kilometer nordwestlich der australischen Stadt Perth.

"'Die HMS Tireless' verfügt über hochmoderne Unterwasser-Sucheinrichtungen", erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber der BBC. Die britische Regierung hat außerdem mit der "HMS Echo" ein Vermessungsschiff in das Suchgebiet geschickt. Mithilfe des U-Boots und des Schiffes soll nun der Indische Ozean im betroffenen Gebiet Kubikmeter für Kubikmeter gescannt werden.

Immer wieder Pannen an Bord der "HMS Tireless"
Die "HMS Tireless" kann mit einer Spitzengeschwindigkeit von 32 Knoten (knapp 60 km/h) tauchen und verfügt über eine Mannschaftsstärke von 148 Matrosen. In der Vergangenheit gab es an Bord allerdings immer wieder technische Probleme, die sogar Menschenleben forderten. So explodierte im Jahr 2007 ein Sauerstoffgenerator, zwei Mechaniker wurden getötet. Im Jahr 2000 strandete das U-Boot wegen eines Lecks in der Kühlung des Kernreaktors in der Straße von Gibraltar.

An der Suche sind mittlerweile mehr als 1.000 Menschen auf Schiffen und rund 100 Menschen in Flugzeugen beteiligt (siehe auch kleines Bild oben).

Blackbox nur mehr wenige Tage aktiv
Die Suche nach der Passagiermaschine, die am 8. März mit 239 Menschen an Bord verschwand, wird immer mehr zum Wettlauf mit der Zeit. Die Batterie des Flugschreibers wird laut Experten etwa bis Montag halten - "das kommt auf die Wassertemperatur und die Wassertiefe an", sagte der australische Verteidigungsminister David Johnston dem australischen Rundfunksender ABC.

Malaysischer Premier in Perth erwartet
Am Mittwoch will sich auch der malaysische Premierminister Najib Razak vor Ort in Perth persönlich bei den Suchmannschaften für ihren Einsatz bedanken. Der Koordinator der internationalen Suchaktion, der pensionierte australische Luftwaffenchef Angus Houston, meinte am Dienstag, die Suche könne sich "noch lange hinziehen". Es sei die herausforderndste, die ihm je untergekommen sei.

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