BAK ermittelt in Ktn

Langfinger auf Polizeiposten: 5.000 Euro sind weg

Österreich
27.03.2014 08:35
Wer meint, dass Geld in einer Polizeiinspektion sicher sei, der kann sich irren. Denn der Kommandant eines Klagenfurter Wachzimmers musste feststellen, dass 5.000 Euro an Strafgeld verschwunden sind. Er erstattete Anzeige. Jetzt drehen die Ermittler des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung jeden Strafzettel um, um herauszufinden, ob ein Polizist in die versperrte Kassa gegriffen hat oder es gar einen Dieb von außerhalb zu jagen gilt.

Gerade erst hat die Klagenfurter Polizei mit der Aufklärung vieler Straftaten ein so gutes Bild gemacht - und jetzt erschüttert diese Strafgeld-Affäre das Vertrauen in die Ordnungshüter.
Denn bereits im Februar ist das Verschwinden von 5.000 Euro in einer Polizeiinspektion bemerkt worden.

Der Kommandant machte auch eine dementsprechende Anzeige. "Daraufhin hat das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung die Ermittlungen übernommen", bestätigt Polizeisprecher Rainer Dionisio den Fall. Ergebnisse gebe es aber noch keine, wie Polizeisprecherin Manuela Vockner vom BAK auf "Krone"-Anfrage erklärt: "Wir haben noch keinen konkreten Tathinweis und erheben vorerst gegen unbekannte Täter."

Für den Diebstahl des Geldes - es stammt aus bezahlten Strafmandaten und wird versperrt verwahrt - gibt es aber nur ein kleines Zeitfenster, das nun mit Dienstplänen und Zugriffsberechtigungen verglichen wird. Denn vermutet wird auch polizeiintern, dass der Täter doch in den eigenen Reihen zu finden ist.

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