Erst nach Volksschule

Italien verschärft Regeln für Sexualkunde

Außenpolitik
04.12.2025 12:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Italiens Abgeordnete haben Regeln für Sexualkunde beschlossen. Diese soll ausschließlich nach der Volksschule und nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten gelehrt werden. Das Gesetz schütze Schülerinnen und Schüler vor „Gender-Ideologie“ und stärke das Erziehungsrecht der Eltern, sagten die rechten Regierungsparteien.

Die Partei von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Fratelli d‘Italia (Brüder Italiens) sprach von einer „vernünftigen“ Norm, die Minderjährige schütze. In einzelnen Stellungnahmen wird deutlich, dass es vor allem um Ideologie geht. Bildungsminister Giusepppe Valditara sprach etwa davon, Kinder vor „Indoktrinierung“ schützen zu wollen, damit ihnen keine „Gendertheorien aufgedrückt“ würden.

Kritik an dem neuen Gesetz kommt von der Mitte-Links-Opposition. Die Regierung habe „Angst vor Sex“, sagte eine Abgeordnete der Fünf-Sterne-Bewegung. Sexualkunde sei bereits für Kinder wichtig, etwa um schon im frühen Alter zu wissen, was Gewalt sei. Allein in diesem Jahr sind in Italien mehr als 90 Frauen von ihren Lebensgefährten oder Ex-Partnern ermordet worden.

Konkret ist geplant, dass es in Kindergärten und Volksschulen keinerlei Sexualaufklärung geben darf. Später ist der Sexualkundeunterricht nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten möglich. Der Gesetzesentwurf muss nun vom Senat beraten werden.

In Österreich müssen Eltern informiert werden, wenn externe Fachleute Sexualpädagogik an Schulen abhalten. Einrichtungen, die Workshops und Co anbieten, müssen sich zertifizieren lassen. Wenn Lehrkräfte den Unterricht selbst durchführen, muss aber keine Zustimmung der Erziehungsberechtigten eingeholt werden.

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