Nach Referendum
Krim: Verängstigte Katholiken packen die Koffer
Ängste existieren im Besonderen innerhalb der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche. Sie hat in Russland keinen legalen Status, am Wochenende kam es bereits zu Priesterentführungen. Drei als vermisst gemeldete Priester tauchten jedoch dann wieder auf.
Seelsorger aus Kirche verschleppt
Wie die griechisch-katholische Kirche am späten Sonntagabend in Kiew mitteilte, befindet sich einer der drei, der Militärseelsorger Mykola Kwitsch aus Sewastopol, jetzt im Landesinneren der Ukraine. Er war am Samstag von mutmaßlich prorussischen Kräften für mehrere Stunden aus seiner Kirche verschleppt worden. Mitglieder seiner Gemeinde hätten ihm schließlich geholfen, die Krim zu verlassen. Auch zwei weitere zunächst vermisste Geistliche hielten sich an einem sicheren Ort auf, hieß es ohne nähere Angaben.
Das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine, der Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk (Bild), trifft sich in dieser Woche mit Papst Franziskus im Vatikan. In einem Interview hatte Schewtschuk am Wochenende eine Abtrennung der Krim von der Ukraine als unannehmbar nicht nur für sein Land, sondern für die ganze Staatengemeinschaft bezeichnet. "Ich denke, dass man die Krim nicht opfern darf, denn das würde heißen, den Frieden auf der ganzen Welt zu opfern", sagte er.
Von den 46 Millionen Einwohnern der mehrheitlich orthodoxen Ukraine sind nach Kirchenangaben 5,5 Millionen griechisch-katholisch.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.