07.03.2014 12:16 |

"Plants vs Zombies"

Bunter Krieg im Blumenbeet: "Garden Warfare"

Die Idee war simpel und vielleicht gerade deshalb so durchschlagend: 2009 ließ Entwickler PopCap eine Horde Untoter auf einen bis dato friedlichen Garten voll wehrhaften Grünzeugs los. "Plants vs. Zombies" nannte sich das Tower-Defense-Game, das sich binnen kürzester Zeit hunderttausendfach auf Smartphones und Tablets verkaufte. Mit "Plants vs. Zombies: Garden Warfare" folgt jetzt die etwas andere Fortsetung für Microsofts Xbox 360 und Xbox One.

"Garden Warfare" überträgt das bekannte Spielprinzip – Pflanzen verteidigen ihren Garten gegen einfallende Zombies – in die dritte Dimension. Die Untoten schlurfen nun nicht länger nur von rechts in den Garten, sondern drohen Kakteen, Erbsenschoten und Co. aus jeder Richtung zu überrennen, sogar von oben.

Wie nicht anders zu erwarten, gilt es dies zu verhindern – vorausgesetzt, man spielt auch auf Seiten der Pflanzen. Denn die andere Seite, also die der blass-grünlichen, aus dem Auge triefenden Untoten, steht erstmalig ebenfalls zur Auswahl, womit auch schon die Grundlage für einen Multiplayer-Shooter geschaffen wäre.

Mit Knoblauch-Drohnen gegen Unkrautvernichter
Mit bis zu 23 anderen Spielern darf man fortan in der Third-Person-Perspektive durch die mithilfe der bereits aus "Battlefield 3" bekannten Frostbite-3-Grafikengine gestalteten, poppig-bunten Levels bzw. Maps schleichen und schlurfen - und dabei möglichst viele Gegner abschießen, um den Garten entweder zu verteidigen oder eben zu erobern.

Auf jeder Seite kann dazu aus vier verschiedenen Klassen gewählt werden, die im Wesentlichen an jene klassischer Shooter angelehnt sind: einfacher oder schwerer Soldat, Scharfschütze und Sanitäter. Jede Klasse wiederum verfügt über drei Spezialfähigkeiten, die es jedoch in den ersten Runden erst freizuschalten gilt. Dazu zählen etwa Kartoffel-Minen, eine Knoblauch-Drohne, Unkrautvernichter oder kurzzeitige Turbo-Boosts bzw. -Sprünge.

Extra-Dünger fürs Gemüse
Mit dem während der Spielrunden durch Abschüsse, bestimmte Aktionen und erfolgreich absolvierte Herausforderungen erwirtschaftetem Geld können anschließend sogenannte Sticker gekauft werden. Diese Sammelbildchen beinhalten neben Accessoires wie Helmen oder Brillen, mit denen sich Pflanzen und Zombies aufhübschen lassen, auch Extras und freischaltbare Charaktere wie zum Beispiel die Kommando-Erbse.

Online-Koop- und lokaler Splitscreen-Modus
Neben den Team-Deathmatches für 24 Spieler wartet "Garden Warfare" noch mit einem Online-Koop-Modus für vier Spieler, indem es Wellen von Zombies abzuwehren gilt, sowie einem Offline-Splitscreen-Modus für zwei Spieler auf. Die Bezeichnung "offline" ist allerdings etwas irreführend, denn eine Internetverbindung zur Anmeldung über EAs Spieledienst Origin ist zwingend erforderlich.

In audiovisueller Hinsicht gibt sich "Garden Warfare" keine Blöße. Die bereits erwähnte Frostbite-3-Engine sorgt bei der getesteten Xbox-One-Version für schmucke und flüssig dargestellte Ansichten. Ganz so detailverliebt wie in "Battlefield 3" sind die Maps zwar nicht, dem Spielspaß tut dies jedoch keinen Abbruch.

Fazit: Von der fröhlichen Oberfläche sollte man sich nicht täuschen lassen: "Plants vs. Zombies: Garden Warfare" ist ein waschechter Multiplayer-Shooter geworden. Von den ungewöhnlichen Protagonisten und der knallbunten Gartenwelt einmal abgesehen, unterscheidet sich das Spiel jedoch kaum von seinen Genre-Mitbewerbern. Für uns boten der frische Anstrich und die illustren Charaktere allerdings Anreiz genug, um sich in die spaßige Schlacht ums Gemüsebeet zu stürzen und sich dabei prächtig zu amüsieren. Einzig der Spielumfang bzw. die Anzahl der zur Verfügung stehenden Modi hätte etwas üppiger ausfallen können.

Plattform: Xbox One (getestet), Xbox 360, PC (folgt später)
Publisher: Electronic Arts
krone.at-Wertung: 8/10

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