Edathy wehrt sich

"Ich war und bin nicht im Besitz von Kinderpornos"

Ausland
16.02.2014 19:48
In Deutschland will sich der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy juristisch gegen die Staatsanwaltschaft Hannover wehren. "Ich war und bin nicht im Besitz kinderpornografischen Materials", beteuerte Edathy gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".

"Es reicht aber offenkundig, einen Namen mit diesem Stichwort ohne konkreten Vorwurf in die Öffentlichkeit zu bringen, um fahrlässig eine Existenz zu vernichten", ging der Ex-SPD-Abgeordente zum Gegenangiff gegen die Ermittler über. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" und des Norddeutschen Rundfunks will er Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Behörde einlegen, die wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie gegen ihn ermittelt.

Edathy: "Ich bin es langsam satt"
"Ich bin es langsam satt, Unterstellungen begegnen zu müssen." Dies sei das Gegenteil einer Unschuldsvermutung, so Edathy. Rechtsstaatliche Prinzipien würden mit Füßen getreten, kritsiert er die Vorgehensweise der Behörde. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte am Freitag erklärt, bei den von Edathy erworbenen Fotos und Filmen handle es sich um Material aus dem Grenzbereich zur Kinderpornografie. Edathy hingegen legt Wert auf die Feststellung, dass es sich um legales Material handle.

Kinderporno-Affäre stürzt Koalition in erste große Krise
Die Affäre Edathy hat die schwarz-rote Koalition in Deutschland in ihre erste große Krise gestürzt. Nach dem Rücktritt des deutschen Agrarministers Hans-Peter Friedrich (CSU) ärgert sich die CSU über die SPD. CSU-Chef Horst Seehofer bezichtigte die SPD der "Geschwätzigkeit" im Zusammenhang mit den Kinderpornografie-Ermittlungen. Er verlangte, die SPD müsse nun intern Ungereimtheiten aufklären.

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