Nach Affäre

D: ADAC-Präsident Peter Meyer zurückgetreten

Ausland
10.02.2014 14:28
Der Präsident des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs, Peter Meyer, ist nach Manipulationen beim ADAC-Autopreis "Gelber Engel" und weiterer Kritik an dem Verband zurückgetreten. Der 64-Jährige habe mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt, teilte der ADAC Nordrhein am Montag mit. Meyer war seit 2001 Präsident des Clubs gewesen. Hintergrund des Rückzugs ist unter anderem die Fälschung von Zahlen beim ADAC-Autopreis.

"Für Fehler und Manipulationen von hauptamtlichen Führungskräften, denen gemäß ADAC-Satzung die Besorgung der laufenden Geschäfte obliegt, möchte ich nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden", erklärte Meyer in einer Mitteilung des Automobilclubs am Montag.

Jüngste Angriffe sowie Diffamierungen seiner Person hätten nicht nur den ADAC, sondern auch seine Familie belastet. Die Entscheidung habe er allein und sorgfältig überlegt getroffen. "Ich glaube dennoch an den vorgestellten 10-Punkte-Plan mit tiefgreifendem Reformprozess für den ADAC", so Meyer. Das Ziel müsse die Rückgewinnung von Vertrauen und Kompetenz sein.

Zuvor hatte Meyer einen Rücktritt mehrfach ausgeschlossen. Er sehe seine Pflicht darin, weiter für die gute Sache zu kämpfen, hatte er noch am Wochenende der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt. "Ausbüxen ist aus meiner Sicht das falsche Signal."

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