Staatschef warnt

China für Philippinen wie "Hitler-Deutschland"

Ausland
05.02.2014 15:50
Der philippinische Präsident Benigno Aquino (Bild) hat vor einer dramatischen Eskalation im südchinesischen Meer gewarnt. In einem Interview mit der "New York Times" verglich er die Lage mit jener vor dem Zweiten Weltkrieg in Europa 1938 und forderte Unterstützung gegen chinesische Gebietsansprüche.

"An welchem Punkt sagen Sie 'genug ist genug'? Die Welt muss dies sagen - erinnern Sie sich daran, dass das Sudetenland Hitler überlassen wurde, um den Zweiten Weltkrieg zu verhindern", sagte Aquino.

Der philippinische Präsident ist bereits der zweite asiatische Regierungschef, der in jüngster Zeit mit historischen Vergleichen vor einem Krieg in Ostasien gewarnt hat. So hatte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe auf dem Weltwirtschaftstreffen in Davos erklärt, dass enge wirtschaftliche Beziehungen kein Schutz vor einem Krieg seien. So hätten Deutschland und Großbritannien 1914 auch Krieg gegeneinander geführt, obwohl sie enge wirtschaftliche Beziehungen hätten - so wie heute China und Japan.

Gebietsansprüche: Mehrere Staaten im Clinch
In Ostasien gibt es zwischen mehreren Ländern überlappende Gebietsansprüche auf unbewohnte Inseln. In den Gebieten werden auch Rohstoffe vermutet. Involviert sind neben China und Japan etwa auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei.

Die Spannungen sind aus Sicht Japans und der Philippinen gestiegen, weil China stärker als früher versucht, seine Ansprüche auch mit militärischen Gesten durchzusetzen. 2012 überließen die Philippinen der chinesischen Marine die Kontrolle über das von beiden Ländern beanspruchte Scarborough-Riff.

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