„Er muss sich bewegen“

Kritik an Putin von ungewöhnlicher Seite

Außenpolitik
22.09.2025 21:33

Nach den russischen Luftraumverletzungen in mehreren NATO-Staaten in den vergangenen Tagen hat Russlands Präsident Wladimir Putin nun Kritik von ungewöhnlicher Seite erhalten: Selbst AfD-Chefin Alice Weidel rief den Kreml-Chef zur Mäßigung auf.

„Ich glaube, dass auch Russland dazu aufgerufen ist, sich deeskalierend zu verhalten und nicht noch zusätzlich den NATO-Luftraum zu verletzen und die Luftabwehrsysteme zu testen“, sagte Weidel, die in der Vergangenheit immer wieder russlandfreundliche Positionen vertreten hatte, bei einer Pressekonferenz am Montag in Berlin. Die AfD-Vorsitzende begründete ihre Worte mit den diplomatischen Bemühungen des US-Präsidenten: „Man sollte die Geduld von Donald Trump nicht auf die Probe stellen. Man sollte ihn auch nicht in seinen Friedensbemühungen das Gesicht verlieren lassen.“

Alice Weidel, Vorsitzende der rechten Alternative für Deutschland
Alice Weidel, Vorsitzende der rechten Alternative für Deutschland(Bild: APA/AFP/JENS SCHLUETER)

„Absolutes Eskalationspotenzial“
Denn Luftraumverletzungen durch Russland hätten „absolutes Potenzial zur weiteren Eskalation“ und würden „auch das Verhältnis zwischen Russland und den USA nach den Friedensbemühungen des US-amerikanischen Präsidenten nachhaltig beschädigen“. Mit Blick auf die Gespräche Trumps mit Putin über ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine fügte Weidel hinzu: „Irgendwo muss sich Putin auch irgendwann bewegen und davon haben wir leider bisher zu wenig gesehen.“

Russische Drohnen in Polen abgeschossen
Zuletzt hatte es mehrere Verletzungen des NATO-Luftraums durch Russland gegeben. In der vorvergangenen Woche drangen mindestens 19 russische Drohnen teils Hunderte Kilometer weit in den Luftraum des NATO-Mitglieds Polen ein. Polen und seine Verbündeten setzten daraufhin Flugzeuge und andere Mittel gegen die Drohnen ein. Die Drohnen wurden abgeschossen oder stürzten ab. Am Freitag drangen drei russische Kampfflugzeuge in den NATO-Luftraum über Estland ein. Am Montag beschäftigte sich der UNO-Sicherheitsrat mit den Luftraumverletzungen.

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