Nach Unwetter 2023

Gemeinden setzen Schutz an erste Stelle

Kärnten
21.09.2025 08:00

Vor zwei Jahren hatten ein Sturm und Wassermassen den Bezirk Völkermarkt fest im Griff. Sanierungsarbeiten laufen noch immer...

Innerhalb weniger Stunden wurde Völkermarkt, Eberndorf, Gallizien, Sittersdorf und ihre Nachbargemeinden im Sommer 2023 von einem Sturmtief erfasst. Keller standen unter Wasser, Straßen wurden verlegt, ganze Waldstreifen weggeblasen.

Die Spuren des Unwetters sind in der Region nach wie vor sichtbar. Und auch die Kommunen arbeiten bis heute an den Nachwehen. „Kleine Bäche wurden zu reißenden Flüssen. Die Vellach hat etwa einen neuen Verlauf genommen. Dutzende Grundstücke wurden zerstört“, schildert Gerhard Koller, Bürgermeister in Sittersdorf.

910.000 Euro flossen in die neue und viel höhere Vellach-Brücke in Müllern.
910.000 Euro flossen in die neue und viel höhere Vellach-Brücke in Müllern.(Bild: Elisabeth Nachbar)

In wenigen Wochen wird er, gemeinsam mit dem Gallizianer Gemeinde-Chef, Hannes Mak, die Vellach-Brücke in Müllnern wiedereröffnen. Diese hatte das Wasser damals einfach mitgerissen. Kilometerweite Umwege mussten ansässige Landwirte seither auf sich nehmen. Stolze 910.000 Euro hat der Neubau gekostet. Trotzdem nur ein Bruchteil von dem, was seit 2023 von Bund, Land und Gemeinden in den Wiederaufbau investiert wurde: Der Eichenweg in St. Kanzian erstrahlt in neuem Glanz, in Kühnsdorf wurde gerade im Ortskern unweit der Schule ein Hochwasserschutzprojekt fertiggestellt. In Sittersdorf flossen knapp eine Million Euro in Maßnahmen rund um den Suchabach bei Altendorf. Nach schlimmen Hangrutschen in Völkermarkt wurden ganze Siedlungen abgesichert.

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Der Hochwasserschutz hat uns in den vergangenen zwei Jahren intensiv beschäftigt. Ich freue mich, die Gemeinde ein Stück sicherer zu machen.

Gerhard Koller, Bgm. Sittersdorf

„Der Hochwasserschutz hat – gerade mit Blick auf das Unwetter 2023 – höchste Priorität“, so Bernhard Sadovnik, Bürgermeister von Globasnitz. Dort laufen Planungen für zwei Rückhaltebecken und weitere Schutzmaßnahmen. Sadovnik: „Wenn der Regen kommt, sind mehr als 50 Prozent des Gemeindegebietes gefährdet. Das darf nicht sein!“.

In Sittersdorf sollen ab 2026 zudem neue Sickerflächen für den Sittersdorfer Bach geschaffen werden.

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