23.12.2013 09:11 |

Abmahnwelle gestoppt

RedTube erwirkt einstweilige Verfügung

Neue Entwicklung in der Causa RedTube wegen angeblich illegalen Streamings von Pornofilmen: Die im Mittelpunkt der Diskussion stehende Internetplattform hat vor dem Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen den Schweizer Kläger, die Firma The Archive AG, erwirkt. Demnach dürfen keine weiteren Abmahnungen mehr verschickt werden, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet.
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Demnach ist es The Archive AG durch die einstweilige Verfügung von nun an untersagt, Abmahnschreiben an Nutzer der Internetplattform RedTube zu versenden, in denen behauptet wird, dass Nutzer das Urheberrecht von The Archive AG verletzt haben. Dies gelte laut RedTube für alle Videos, an denen die Firma The Archive AG Urheberrechte geltend mache, so die "Frankfurter Rundschau".

"Diese Entscheidung ist nicht nur ein Sieg für die Nutzer von RedTube, sondern für jede Person, die Streaming-Webseiten besucht. Es ist eine klare Botschaft, dass die Ausnutzung von persönlichen Informationen und die Verletzung der Privatsphäre aus rein finanziellen Interessen nicht toleriert wird", feierte RedTube-Vizepräsident Alex Taylor das Urteil.

Zuvor hatten bereits einige Kammern des zuständigen Landgerichts Köln signalisiert, "dass sie die inzwischen aufgetauchten Bedenken unter anderem an der Ordnungsgemäßheit der Ermittlung der IP-Adressen für beachtlich halten", wie es in einer Pressemitteilung vom vergangenen Freitag heißt.

Die Kammern neigten daher laut eigenen Angaben dazu, "an ihrer ursprünglichen Einschätzung nicht mehr festzuhalten und den Beschluss aufzuheben bzw. auszusprechen, dass dadurch der Anschlussinhaber in seinen Rechten verletzt wurde". Eine endgültige Rechtsprechung zum Thema Streaming steht aber noch aus.

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