Alle zwölf Teams befinden sich im Kampf um die Play-Offs. Krems, Vöslau und die Fivers haben den Einzug in die Endrunde in der eigenen Hand, Hollabrunn muss die „letzte Chance“ nutzen . HLA-Geschäftsführer Edelmüller spricht von einer „Werbung für den Handballsport“.
Die letzten fünf Spieltage im HLA-Grunddurchgang versprechen bis zum Schluss absolute Spannung, nach 17 Runden liegen zwischen Platz drei und zehn nur vier Zähler. „Jedes Spiel ist ein Finale, jeder Punkt zählt. Eine Werbung für die Liga und den gesamten Handballsport“, freut sich HLA-Geschäftsführer Christoph Edelmüller über die „spannendste Liga aller Zeiten“.
„Es gibt keine Favoriten mehr“
Warum das so ist, begründet der 25-fache Nationalspieler mit der hohen Anzahl an Legionären und dem engen Teilnehmerfeld. „Meiner Meinung nach hat sich diese Entwicklung bereits angekündigt, die Teams sind in den letzten Jahren enorm zusammengerückt. Oben gibt es keine eindeutigen Favoriten mehr, unten haben die schwächeren Teams aufgeschlossen.“ Was dazu führt, dass der Kampf um die Top-8 zum 12er-Kampf wird, alle Klubs noch eine rechnerische Chance auf die Play-offs haben.
Von Ausfällen gebremst
Die schlechtesten Karten hat Schlusslicht Hollabrunn, das Team von Coach Vlatko Mitkov empfängt am Samstag (18.30 Uhr) Tirol. Für den UHC bei sechs Punkten Rückstand auf die Top-8 die „letzte Chance“. Besonders bitter: Stütze Hari Pavlov fällt die restliche Saison mit einer Knieverletzung aus, auch Kapitän Filip Arsenovski fehlt weiterhin. „Es wird sehr schwer, aber unser Ziel ist ohnehin primär der Klassenerhalt“, bremst Mitkov die Erwartungen.
„Können jeden schlagen“
Anders beim amtierenden Meister Krems, Trainer Ibish Thaqi steckt sich vor dem Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen Graz große Ziele, aktuell sind die Wachauer Siebenter. „Wir hatten zuletzt mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Wenn aber alle fit sind, können wir jeden schlagen.“ Er sieht seine Mannschaft als wandelndes Beispiel der spannenden Liga, einem Sieg gegen den damaligen Tabellenführer Ferlach folgte eine Last-Minute Niederlage im Niederösterreich-Derby gegen Schlusslich Hollabrunn.
22. Halbfinale in Serie
Jeden schlagen konnten zuletzt die sechstplatzierten Fivers, mit dem fünften Liga-Sieg in Serie könnte man sich am Samstag (19 Uhr) in Bruck in den Top-8 etablieren. „Ein klassisches Vier-Punkte-Spiel. Wir haben zuletzt Selbstvertrauen getankt, starten mit enormem Rückenwind in die Schlussphase des Grunddurchgangs“, bilanziert Fivers-Boss Thomas Menzel, der den 22. (!) Einzug ins HLA-Halbfinale in Serie im Visier hat. Er erwartet einen harten Kampf bis zum Schluss. „Heuer gibt es keine Zeit zum Taktieren. Zwischen Platz vier und dem Heimrecht im Play-Off bis zur Abstiegsgruppe ist noch alles möglich.“
„Katastrophal für meine Gesundheit“
Am besten aus der vergangenen englischen Woche in der HLA kamen die Bad Vöslauer, Coach Sebastia Salvat findet sich nach drei Siegen en suite aktuell auf Rang drei wieder. Mit einem Sieg am Freitag (19.30 Uhr) gegen Tabellenführer Hard könnte man sogar an die Tabellenspitze klettern. „Ich habe keine Ahnung wie das geklappt hat. Uns fehlen aktuell viele Spieler“, ist der Spanier etwas überrascht von der jüngsten Serie. Vor allem der Ausfall von Top-Scorer Raphael Muck schmerzt enorm in der umkämpften Liga-Phase. Dennoch freut sich Salvat über die aktuelle Spannung. „Als HLA-Chef würde ich den Champagner öffnen! Sportlich gesehen ist die Spannung super, für meine Gesundheit allerdings eine Katastrophe!“
Kilian Wazik
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