Die steirische Landeshauptstadt wird vor allem im Frühjahr und Sommer zum Ziel vieler Besucher. Zahlreiche Museen, Märkte und Lokale sorgen für ein vielfältiges Wochenende für Klein und Groß.
Steile Dächer mit roten Ziegeln prägen das Grazer Stadtzentrum. Ein Blick vom Schloßberg auf die charakteristische Dächerlandschaft lässt erkennen, warum das historische Zentrum der steirischen Landeshauptstadt schon seit 1999 auf der UNESCO-Welterbe-Liste zu finden ist. Im Jahr 2010 wurde die Welterbezone dann auf das Schloss Eggenberg ausgeweitet und umfasst seither rund 91 Hektar der zweitgrößten Stadt Österreichs.
Nun gibt es aber einen neuen Grund, um der Stadt an der Mur einen Besuch abzustatten: Kürzlich wurde das Landeszeughaus in der Grazer Herrengasse mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet und zählt damit zum bedeutenden europäischen Kulturerbe.
Historische Schätze
Rüstungen, Kanonen, Waffen: Mit rund 32.000 Objekten gilt das Landeszeughaus als die größte erhaltene historische Waffenkammer der Welt und bringt Jung und Alt gleichermaßen zum Staunen.
Das Museum wurde Mitte des 17. Jahrhunderts als Waffendepot und wichtigste Ausrüstungszentrale im Südosten des Habsburgerreiches erbaut und gehört heute, neben zahlreichen weiteren namhaften Standorten wie dem Schloss Eggenberg, dem Volkskundemuseum, dem Kunsthaus oder der Neuen Galerie, zum Universalmuseum Joanneum. Das Kulturerbe-Siegel zeichnet nun den Beitrag des Landeszeughauses zum Erhalt kulturellen Erbes aus.
Historische Schätze können aber nicht nur in der Waffenkammer bewundert werden: Neben den verschiedenen Ausstellungen in den zahlreichen Grazer Museen sollten Besucher keinesfalls auf die Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg vergessen.
Das architektonische Highlight ist eine der bedeutendsten Zwillingswendeltreppen Europas und ein verstecktes Juwel in der steirischen Landeshauptstadt. Sie besteht aus zwei gegenläufigen Treppen, die in jedem Stockwerk zusammenkommen und sich wieder trennen, und wird im steirischen Volksmund auch liebevoll „Busserlstiege“ genannt.
Abenteuer für die Kleinen
Beim Städtetrip nach Graz kommen aber auch die Kleinsten nicht zu kurz: Für Kinder jeden Alters gibt’s im Kindermuseum FRida & freD allerlei zu entdecken und auszuprobieren. Mit der Märchenbahn geht’s dann tief unter dem Schloßberg auf Spurensuche nach Geschichten. Und egal, ob jung oder alt: die Schloßbergrutsche ist für alle ein echtes Erlebnis. Mit 175 Metern ist sie die längste Indoor-Rutsche der Welt. Start ist direkt unter dem Uhrturm. Von dort geht es mit bis zu 25 km/h rasant bergab, bis in den Schloßbergstollen.
Bevor es in der langen Röhre aber nach unten geht, sollten Sie die Schönheit des Schloßbergs genießen. Egal, ob Sie es sich bei einer kleinen Pause im Herbersteingarten direkt unter dem Uhrturm gemütlich machen oder über die vertauschten Stunden- und Minutenzeiger des Grazer Wahrzeichens rätseln – ein Ausflug auf den Stadtberg gehört zu jedem Besuch dazu. Und jene, denen es mit der Rutsche zu schnell nach unten geht, können stattdessen auch die rund 260 Stufen des Felsensteigs, den Schloßberglift, die Schloßbergbahn oder den Spazierweg zum Karmeliterplatz nehmen.
Kulinarische Steiermark
Beim Streifzug durch die Stadt dürfen natürlich auch ausgewogene Pausen nicht fehlen. Und eines ist in Graz gewiss: Hier findet jeder Feinspitz das richtige Lokal! Egal, ob Kaffee oder deftige Hauptspeise, international oder traditionell – das kulinarische Angebot in der Stadt an der Mur ist vielfältig.
Für die kleine Kaffeepause zwischendurch ist das Tagescafé Freiblick auf der Dachterrasse des Kaufhauses Kastner & Öhler, von dem ein unvergleichbarer Blick auf den Uhrturm garantiert ist, längst kein Geheimtipp mehr. Besonders im Frühjahr und Sommer laden auch unzählige Gastgärten in der Innenstadt sowie die Bauernmärkte am Kaiser-Josef-Platz und am Lendplatz zum Verweilen ein.
Ein Besuch in den Restaurants „Landhauskeller“ oder „Der Steirer“ lohnt sich für alle, die Lust auf ein klassisches Schnitzel oder den traditionellen steirischen Käferbohnensalat haben. Liebhaber der exotischen Küche kommen etwa im vietnamesischen Lokal „Vina“ oder in der japanischen Ramenbar „Ichi Go Ichi E“ auf ihre Kosten. Und alle Schleckermäuler sollten sich eine Kugel Eis beim Grazer „Eiskönig“ Charly Temmel oder den veganen Eismachern der „Eisperle“ nicht entgehen lassen.
Geschichte, Kultur und Kulinarik – kaum eine andere Stadt in Österreich verbindet diese Facetten so gut miteinander wie die Stadt an der Mur. Hinzu kommt das steirische Lebensgefühl, das auch in der Landeshauptstadt ganz deutlich seine Spuren zieht. Auf den passenden Zeitpunkt für eine Reise nach Graz brauchen Sie also nicht zu warten, denn dafür ist jederzeit der richtige Moment.
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