Rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein jährlicher Umsatz zwischen 40 und 50 Millionen Euro: das sind die Eckdaten der Innsbrucker Firma Huter & Söhne, die im Hoch-, Metall-, Tür- und Holzbau tätig ist. Am Dienstag bekam der Betrieb hohen Besuch.
Geschäftsführer Philipp Huter führte LH Anton Mattle und WK-Präsidentin Barbara Thaler durch das Areal. Die Firma zählt in Tirol zu den ältesten im Baugewerbe tätigen Betrieben. Gemeinsam mit seinem Bruder Tobias und seinem Cousin Maximilian führt Philipp Huter das Geschäft in 7. Generation.
Genau darin lag auch der Grund für den politischen Besuch: Denn österreichweit stehen in den kommenden Jahren rund 50.000 Betriebsübergaben an. In Tirol sind es rund 5700.
Forderungskatalog mit fünf Punkten
Gibt es niemanden, der einen Betrieb übernehmen möchte, dann geht dem Wirtschaftsstandort nicht nur wertvolles Wissen verloren, sondern auch Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Deswegen hatten Mattle und Thaler auch einen Forderungskatalog mit fünf Punkten an die Bundesregierung mit im Gepäck. Sie fordern erstens eine Betriebsübernahme-Abschreibung, damit nach einer Übernahme Investitionen in den ersten drei Jahren sofort abgeschrieben werden können. Zweitens einen Lohnnebenkosten-Vorteil, um Lohnabgaben um rund sechs Prozent zu senken.
„Die nächste Generation soll Chancen haben“
Drittens eine Anhebung des Betriebsübergabe-Freibetrages. Viertens einen Sondersteuersatz: So sollen Veräußerungsgewinne über den Freibetrag hinaus mit einem Steuersatz von 20 Prozent mit Endbesteuerungswirkung besteuert werden, um negative Auswirkungen abzumildern. Und fünftens sollen Übernehmer mit einem Nachfolge-Beteiligungsfonds finanziell unterstützt werden.
Mattle und Thaler betonen, dass „die nächste Generation die Chance haben soll, das eigene Unternehmen weiterzuentwickeln, anstatt die Türen für immer zu schließen“.
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