Die Landeshauptstadt braucht in den schwierigen Zeiten dringend mehr Einnahmen. Daher werden 2026 die Gebühren erhöht. Ziel ist es, den Schuldenberg in der Stadtkasse möglichst klein zu halten.
Mit rund 150 Millionen Euro Schulden rechnet die Stadt Salzburg bis ins Jahr 2029 – bis zum Ende der Funktionsperiode der aktuellen Stadtregierung rund um Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ). Um die selbst auferlegte Maximalverschuldung einzuhalten, muss neben Einsparungen auch an der Gebührenschraube gedreht werden. Salzburg gehört gerade bei den Parkgebühren in der städtischen Kurzparkzone zu den günstigsten Pflastern in Österreich. Derzeit werden 1,50 Euro für die Stunde fällig. Geparkt werden darf maximal drei Stunden. „Ich denke, wir werden auf ungefähr zwei Euro gehen“, sagt der Stadtchef. Trotz einer Erhöhung um rund ein Drittel wäre die Mozartstadt noch immer bei den „Billiganbietern“. In Innsbruck werden 2,20 Euro, in Linz 2 Euro und in Wien und Graz gar 2,60 Euro pro Stunde fällig – und das aktuell. Auch in den anderen Städten sind Erhöhungen nicht ausgeschlossen.
Direkt treffen wird es die Haushalte bei den Müll-, Kanal- und den Wassergebühren. Die Erhöhungen sollen sich laut Auinger in der Höhe der Inflation bewegen, rund drei bis vier Prozent. „Wir wollen es sozial verträglich gestalten“, erklärt der Bürgermeister.
Mit derzeitigem Stand rechneten die Stadtregierung mit einem Abgang für das Jahr 2025 von rund 75 Millionen Euro. 2026 könnte der Abgang sogar 95 Millionen Euro betragen. Das große Ziel in den nächsten Jahren auf nicht mehr als 150 Millionen Euro zu kommen, ist daher sportlich. „Wir sind gefordert, die Abgänge in den nächsten Jahren so gering wie möglich zu halten, um das Ziel zu erreichen“, so Auinger. Sparsamkeit hatte in den Jahren zuvor der Bürgermeister-Vorgänger Harald Preuner (ÖVP) bereits vorgelebt. Von den angesparten Rücklagen hat die Stadt jetzt in der Krise bereits profitiert.
Schulden durch Sanierung bei den Festspielen
Wenn am Ende der Legislaturperiode tatsächlich die 150 Millionen Euro maximal an Schulden erreicht werden sollten, dann wäre dies die Höhe der Kosten für den Ausbau und die Renovierung der Festspielhäuser. Zumindest für den Anteil, den die Stadt zu tragen hat. „Das tut uns in der momentanen Situation richtig weh“, sagt der Bürgermeister.
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