Laut einer neuen Statistik sind viele Salzburger ungern mit dem Auto unterwegs. 33 Prozent lenken nie oder nur selten einen Pkw. Dafür geht ein hoher Anteil der über 16-Jährigen gern zu Fuß.
In Salzburg wird Autofasten zum Trend: Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass 33 Prozent der Salzburger ab 16 Jahren nie oder selten ein Auto lenken. 29 Prozent fahren täglich, 27 Prozent mehrmals pro Woche. Die Fastenzeit bringt die Initiative „Autofasten“ der katholischen und evangelischen Kirchen, unterstützt vom VCÖ. Sie fordert dazu auf, zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlich mobil zu sein, um Geld zu sparen, Gesundheit zu fördern und die Umwelt zu schonen.
Rückgang seit 2019
Laut Daten der Statistik Austria fahren 95.000 Salzburger nie, 59.000 selten Auto. Der Rückgang bei den Autofahrern ist seit 2019 um rund 30.000 gestiegen. Salzburg hat, ohne Wien, den zweithöchsten Anteil an seltenen oder nie Autofahrenden, gleichauf mit Tirol. VCÖ-Experte Michael Schwendinger erklärt: „In den westlichen Bundesländern wird weniger Auto gefahren. Bessere Angebote für öffentlichen Verkehr und Radinfrastruktur sowie kompakte Siedlungen zeigen Wirkung.“
Die Initiative Autofasten mit dem Motto „Fair zu Fuß unterwegs“ soll die Bevölkerung zum Mitmachen animieren. Schwendinger betont: „Gehen ist die gesündeste, kostengünstigste und umweltfreundlichste Mobilität.“ Rund jede zehnte Autofahrt ist bequem zu Fuß erreichbar, und die Füße fungieren oft als idealer „Zubringer“ zum öffentlichen Verkehr.
70 Prozent gehen zu Fuß
In Salzburg gehen 331.000 Menschen täglich zu Fuß, was 70 Prozent der über 16-Jährigen entspricht. Dies ist der zweithöchste Anteil nach Wien. Weitere 83.000 nutzen mehrmals die Woche ihre Füße. Der VCÖ fordert eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in Gemeinden, um das Zu-Fuß-Gehen zu verbessern. Eine gute Nahversorgung und soziale Infrastruktur fördern ebenfalls die Mobilität zu Fuß und beleben Ortskerne.
„Wenn mehr Alltagswege zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, ist dies kosteneffizient, reduziert den Autoverkehr und verbessert Luftqualität sowie Lebensqualität,“ schließt Schwendinger und hebt die Vorteile von Autofasten hervor.
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