Seltenes Handwerk

Aus seiner Harmonika-Werkstatt kommen Unikate

Salzburg
17.02.2026 09:00

Sein Beruf hat absoluten Seltenheitswert, ist aber auch in Zeiten Künstlicher Intelligenz nicht vom Aussterben bedroht: Ulrich Stiegler aus St. Margarethen hat sich auf „Ziach“-Bau spezialisiert. Er ist der Einzige im Bezirk und einer von nur wenigen Kennern in ganz Salzburg. 

Mit der großen Masse will Ulrich Stiegler nicht schwimmen: Der 28-Jährige geht beruflich eigene Wege und hat als Harmonika-Macher zu Hause am Hof in St. Margarethen eine Werkstatt eingerichtet. „Die Musik war schon immer mein Leben“, erzählt er. Dazu kommt das handwerkliche Talent. Beim Instrumentenbau kann er beides perfekt kombinieren.

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Wohlfühlort war für mich immer der Lungau. Das wird immer so bleiben.

Ulrich Stiegler, Harmonika-Macher

„Ein Instrumentenbauer läuft einem nicht jeden Tag über den Weg. Das hat mir an dem Berufsbild gleich gefallen“, sagt der Harmonikaprofi, der mit der Tanzlmusik „6er Gsponn“ viel unterwegs ist.

Der Lungauer Instrumentenbauer konzentriert bei der Arbeit: In seiner Werkstatt ist viel ...
Der Lungauer Instrumentenbauer konzentriert bei der Arbeit: In seiner Werkstatt ist viel Fingerspitzengefühl gefragt.(Bild: Roland Holitzky)

Nach Schul- und Lehrjahren in Salzburg und Freilassing wollte er wieder nach Hause: „Mein Wohlfühlort war immer der Lungau“, hat Stiegler nie überlegt, woanders hinzugehen. Er legt Wert darauf, dass jede „Ziach“ ganz individuell auf den Musiker zugeschnitten ist.

„Es gibt eine große Bandbreite an Möglichkeiten.“ Für den Korpus eignen sich verschiedene Hölzer von Fichte bis zu Nuss oder Mahagoni. „Das Gehäuse wird zuerst gebaut und lackiert. Dann kommt die Mechanik rein und es geht ans Stimmen“, schildert er die Arbeitsschritte.

Reine Optik reicht nicht, Harmonika-Macher wie er brauchen vor allem auch ein gutes Gehör. Stiegler: „Schlussendlich geht es um den Klang.“ Froh ist er, dass künstliche Intelligenz dem seltenen Handwerk keine Konkurrenz machen wird.

Sein junger Betrieb ist noch voll im Entstehen, das Auftragsbuch aber schon voll. Ein Unikat soll sogar nach Amerika gehen.

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