Gipfel in Washington

Trump: KI muss keine Urheberrechte achten

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24.07.2025 07:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump müssen sich amerikanische KI-Modelle nicht an Urheberrechte halten. „Wenn jemand ein Buch oder einen Artikel liest, hat er sich umfangreiches Wissen angeeignet. Das bedeutet jedoch nicht, dass er gegen das Urheberrecht verstößt oder mit jedem Anbieter von Inhalten Verträge abschließen muss“, argumentierte er auf einem KI-Gipfel in Washington.

Nach seiner Rede unterzeichnete Trump mehrere Dekrete. Unter anderem sollen Umweltvorschriften gelockert und KI-Exporte an Verbündete deutlich erleichtert werden. Mit den Plänen weicht Trump von der Politik seines Vorgängers Joe Biden ab, der den weltweiten Zugang zu KI-Chips beschränkt hatte.

Trump machte zudem entsprechende Verordnungen Bidens rückgängig. Vizepräsident JD Vance begründete den Kurswechsel mit der Sorge, die USA könnten durch zu strenge Vorschriften ihren technologischen Vorsprung einbüßen. Eine „dumme Politik“ würde es anderen Ländern erlauben, zu den USA aufzuschließen.

Trump macht Tempo
Konkret sollen unter anderem der Bau von Rechenzentren durch die Nutzung von Bundesgrundstücken und weniger strenge Umweltauflagen beschleunigt werden. Zudem soll es einen einheitlichen Bundesstandard für die Regulierung geben und nicht 50 verschiedene Vorschriften der einzelnen Bundesstaaten, forderte Trump.

Ziel werde es fortan sein, „alles zu tun, um weltweit führend im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu sein“, sagte der Republikaner. Trump zeigte sich davon überzeugt, dass sich KI in den USA nicht erfolgreich entwickeln könne, „wenn man für jeden einzelnen Artikel, jedes Buch oder alles andere, was man gelesen oder studiert hat, bezahlen muss“.

Wichtig für amerikanische Tech-Industrie
In den USA gehören zu den wichtigsten KI-Unternehmen unter anderem die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI, Microsoft und der Chipkonzern Nvidia. Sie liefern sich gegenseitig ein Rennen und konkurrieren zudem mit ausländischen Unternehmen wie dem chinesischen Start-up DeepSeek.

Die amerikanische Tech-Industrie hatte im vergangenen Jahr zu großen Teilen auf Trump gesetzt – in der Hoffnung, dass er im Weißen Haus regulatorische Hürden für die Branche lockern oder abschaffen wird.

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