Die neue Tschinowitscher Brücke in Villach hätte im Jahr 2018 fertiggestellt sein sollen: Das Bauprojekt landete aufgrund von Baumängeln vor Gericht. Nach Jahren des Stillstands kommt mit einem Urteil wieder Bewegung in den Fall.
Ein nicht fertiggestellter Geh- und Radweg, provisorische Beleuchtung: Die „neue“ Tschinowitscher Brücke in Villach fristet seit Jahren ein trauriges Dasein. Eigentlich sollte das 4,2 Millionen Euro teure Bauwerk bereits seit 2018 fertig sein.
Ein Sachverständiger hatte bei der Ausführung des Projektes allerdings Mängel entdeckt. So gab es unter anderem Beanstandungen bei der Ausführung des Geländers bei dem Geh- und Radweg. Der Brücken-Neubau wurde zum Fall für das Gericht.
Die Stadt war der Ansicht, dass die bauausführenden Firmen verantwortlich für die festgestellten Mängel bei der Brücke sind. Die betroffenen Unternehmen sahen den Fehler bereits bei der Planung durch die Stadt.
Nach mittlerweile sechs Jahren und einem riesigen Aktenberg kommt jetzt Bewegung in das Verfahren. Das Landesgericht Klagenfurt hat ein Urteil gefällt. Und dieses gibt der Stadt Villach recht. „Das Einbehalten der letzten Teilrechnung in Höhe von 443.000 Euro ist nach Ansicht des Gerichtes zu Recht erfolgt“, berichtet Villachs Magistratsdirektor Georg Wuzella. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Das Urteil ermögliche es der Stadt nun, wichtige Schritte in Richtung Fertigstellung der Tschinowitscher Brücke zu unternehmen. „Die Techniker im Haus können ein Sanierungskonzept erarbeiten und mögliche Mehrkosten erheben“, so Wuzella. Dann wird sich auch herausstellen, ob die einbehaltenen 443.000 Euro ausreichend sind, um die Mehrkosten der Fertigstellung abzudecken.
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