Die jüngsten Wirtschaftsprognosen gehen davon aus, dass der Tiefpunkt der Konjunktur überwunden ist – und auch die Anzeichen auf eine wirtschaftliche Erholung nehmen zu. „Die Entwicklung wird im laufenden Jahr aber noch zu schwach sein, dass wir mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit rechnen können“, erläutert Bernhard Bereuter, Landesgeschäftsführer des AMS Vorarlberg.
Ende Juni lag die Zahl der arbeitslosen Personen bei exakt 10.282. Gegenüber dem Vorjahr sind das 1129 Personen (12,3 Prozent) mehr. Nach wie vor ist die Anzahl der vorgemerkten Arbeitslosen, die zuvor bei der Herstellung von Waren (18,7 Prozent), im Handel (14,1 Prozent) sowie im Bau- und Baunebengewerbe (+8,1 Prozent) tätig waren, gestiegen. Ebenfalls erhöht hat sich die Anzahl jener (3,7 Prozent), die eine Schulung durchlaufen.
Mehr als 700 offene Lehrstellen sind zu haben
Positive Nachrichten gibt es vom Lehrstellenmarkt. „Dieser entwickelt sich trotz der wirtschaftlichen Schwächephase robust“, freut sich der AMS-Chef. Mit Schulschluss stehen den Lehrstellensuchenden noch 742 offene Lehrstellen zur Verfügung. Davon sind 200 Angebote im Bereich der Metall- und Elektroberufe, 181 Ausbildungsplätze gibt es im Gastgewerbe und Tourismus, weitere 160 im Handel. Ende Juni waren 228 Lehrstellensuchende beim AMS vorgemerkt, das sind um 17 Personen oder 8,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Für Jugendliche, die jetzt noch eine Lehrstelle suchen, ist wichtig, dass sie sich beim AMS melden. Wir helfen bei der Lehrbetriebssuche und erhöhen mit individuellen Angeboten die Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, erklärt Bereuter. Das AMS biete zudem mit der Lehrstellenförderung eine finanzielle Unterstützung für Unternehmen an, die benachteiligten Lehrstellensuchenden eine Ausbildungschance bieten.
Finanzielle Mittel fließen wieder in höherem Maße
Auch beim AMS hatten Bernhard Bereuter und seine Mitstreiter zuletzt mit Kürzungen der Mittel zu kämpfen. Zudem sollten bei den Arbeitsvermittlern bundesweit Stellen eingespart werden. Im Falle von stetig steigenden Arbeitslosenzahlen wohl keine besonders geeignete Maßnahme, weshalb der Plan wieder vom Tisch ist. Auch die Sparmaßnahmen wurden inzwischen etwas gelockert. Statt der geplanten 4,5 Prozent wurden nur 1,5 der Mittel gekürzt. Bereuter will die Angebote für arbeitslose Jugendliche erweitern.
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