In Mali getötet

Leichen französischer Reporter in Paris angekommen

Ausland
05.11.2013 09:29
Die Leichen der beiden französischen Journalisten, die am Samstag im westafrikanischen Mali entführt und getötet worden waren, sind am Dienstag in Paris eingetroffen. Am Flughafen Charles de Gaulle warteten zahlreiche Angehörige und Kollegen, auch Präsident Francois Hollande wurde erwartet.

Ghislaine Dupont und Claude Verlon vom Sender Radio France Internationale (RFI) waren am Samstag in der Stadt Kidal im Nordosten Malis nach einem Interview mit einem Anführer der Tuareg-Rebellen entführt und erschossen worden (siehe Infobox).

Erfahrene und umsichtige Journalisten
Die beiden Reporter galten als äußerst erfahren und umsichtig. Der 57-jährige Dupont berichtete seit dem Jahr 1986 für RFI aus Afrika. Der 55-jährige Verlon war seit dem Jahr 1982 für den Sender häufig auch in Krisengebieten tätig. Ihre Leichen wurden am Sonntagabend in die malische Hauptstadt Bamako gebracht. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sprach am Montag mit Blick auf die Täter von "Terrorgruppen", gegen die die französische Armee in Mali kämpfe.

Kampf gegen Tuareg-Rebellen
Tuareg-Rebellen und Islamisten hatten Anfang 2012 den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Ein Vormarsch der Islamisten Richtung Süden wurde Anfang 2013 durch eine französische Militärintervention gestoppt. Kidal blieb aber unter der Kontrolle der Tuareg. Im Juni einigten sich die Regierung und die Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad dann auf die Übergabe der Stadt an die Regierungstruppen. Derzeit sind in Mali noch 3.000 französische Soldaten stationiert. Laut Außenminister Fabius sind 150 französische Soldaten in Kidal zur Verstärkung eingetroffen.

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