4600 Euro Beute

Bankräuber hielt mit Aluleiter Fluchtweg frei!

Einfallsreichtum bewies ein Bankräuber in Linz: Mit einer gestohlenen, vier Meter langen Leiter hielt er sich den Fluchtweg frei. 4600 Euro erbeutete der mit einer Pistole bewaffnete Maskenmann in der Oberbankfiliale am Bindermichl, ehe er entlang der Tunnel-Baustelle und im Gewirr von Wohnblocks verschwand.

20 Minuten vor der Mittagspause stürmte der etwa 30-jährige Räuber die Oberbank an der Hatschekstraße. Er ließ eine Aluleiter, die er „im Vorbeigehen“ von der nur wenige Meter vom Eingang entfernten Baustelle gestohlen hatte, in der Tür fallen. So verhinderte er, dass die pneumatische Tür von innen verschlossen wurde und hielt sich den Fluchtweg frei. Eine 60-jährige Kundin, die gerade die Bank verließ, erkannte die Gefahr und schlug Alarm. Doch da fuchtelte der mit einer grünen Daunenjacke bekleidete Maskenmann schon mit einer Pistole vor dem Gesicht der 22-jährigen Bankangestellten herum. „Geld her, schnell, schnell“, forderte der Räuber harsch in oberösterreichischem Dialekt.

Nach 30 Sekunden geflohen
Die junge Linzerin, die mit zwei Kollegen im Schalterraum war, legte insgesamt 4600 Euro auf das Kassenpult. Der Räuber, der auch Handschuhe trug, stopfte das Geld in einen mitgebrachten roten Einkaufssack. Nur 30 Sekunden, nachdem er die Bank betreten hatte, flüchtete der Gangster durch die Eingangstür. Im Gewirr zwischen der
A 7-Tunnelbaustelle und den nahen Bindermichl-Wohnblocks tauchte er unter. Mit Helikopter, Hunden und Dutzenden Beamten suchte die Polizei die Gegend und die Häuser ab, aber ohne Erfolg.

Die Polizei bittet um Hinweise auf den Räuber:  0 59 133/40 33 33.

Samstag, 08. Mai 2021
Wetter Symbol