Schranken ignoriert

Bikerin entgeht Tod auf Gleisen um Haaresbreite

Ausland
02.10.2013 16:18
Eine Radfahrerin ist in Großbritannien äußerst knapp dem Tod entgangen. Die Frau wollte mit ihrem Drahtesel einen Bahnübergang queren. Dass sie dabei die Warnsignale und die bereits heruntergelassen Bahnschranken ignorierte, wäre ihr beinahe zum Verhängnis geworden. Von der British Transport Police am Mittwoch veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen die dramatischen Sekunden.

Der Vorfall ereignete sich am 12. September an einem Bahnübergang in der Grafschaft Cambridgeshire nördlich von London. Die für den Schienenverkehr zuständige Polizeibehörde BTP erhofft sich nun von der Freigabe der Aufnahmen Hinweise zur Identität der Radfahrerin. Zudem soll damit die Bevölkerung eindringlich auf die Gefahren an Bahnübergängen aufmerksam gemacht werden.

"Das Filmmaterial zeigt eine Frau, die sich um 6.30 Uhr der Bahnstrecke nähert, als bereits die Schranken unten sind", kommentierte der ermittelnde Beamte Matt Mildinhall die Videoaufnahmen. "Sie fährt am Schranken vorbei auf die Bahnstrecke, wo sie ihr Fahrrad hart abbremst - nur Sekundenbruchteile, bevor ein Zug vorbeirast.

Bahnpolizei spricht von "Beinahe-Tod" der Radfahrerin
Die Frau habe einfach ihr Leben auf der Strecke riskiert. "Nicht nur ignorierte sie die Warnsignale am Bahnübergang, sondern auch die Bahnschranken", so der Polizist, der von einem "Beinahe-Tod" sprach. Die Strecke werde demnach täglich von mehr als 100 Zügen befahren - die den Bahnübergang mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern passieren.

"Der Lokführer reagierte sehr schnell, als er die Radfahrerin entdeckte, und ergriff alle notwendigen Maßnahmen", ergänzte Jay Thompson, Sicherheitsleiter der Region. Der Fahrer des Zuges, der nach dem Vorfall unter Schock stand, habe noch die Notbremse betätigt, als er die Bikerin auf die Strecke fahren sah. Auch Thompson betonte die Schwere des Falls: "Nicht nur, dass dieser Vorfall sehr traumatisch für den Fahrer war, hätte er mit dem Tod der Radfahrerin enden können." Es sei deshalb unabdingbar, dass jeder die Sicherheitshinweise an Bahnübergängen befolge, appellierte er an die Briten.

"Leben der Passagiere und des Lokführers in Gefahr gebracht"
Streckennetz-Manager Richard Schofield sprach von einem der "knappsten Vorfälle", den man bei Network Rail - das Unternehmen ist für die gesamte Bahn-Infrastruktur Großbritanniens verantwortlich - jemals gesehen habe. Die Person in dem Video habe nicht nur ihr Leben, sondern auch das Leben der Passagiere des Zugs und des Lokführers in Gefahr gebracht, so Schofield, der mit den Worten abschloss: "Warnsysteme an Bahnübergängen gibt es nicht ohne Grund."

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