Weil sie einem Taxifahrer seine teure Rolex-Uhr gestohlen haben, wanderten zwei Brüder ins Gefängnis. Ein Bosnier (24) soll den „Auftrag“ zum schweren Raub erteilt haben oder zumindest Beitragstäter gewesen sein. Nun saß der Mann vor Gericht. Seine Rolle ist und bleibt aber mysteriös.
Bereits im Mai 2022 kam es in Innsbruck zu einem brutalen Raub auf einen Taxifahrer, der zwei Brüder jeweils sechs Jahre in Haft brachte. Die beiden hatten dem Mann seine Luxusuhr gestohlen.
Faustfeuerwaffe vermittelt
Nun saß ein Bosnier (24) vor Gericht, der ebenfalls eine Rolle beim Coup gespielt haben soll: Laut Anklage soll er das Duo angestiftet haben, dem Taxler die Rolex abzunehmen und diese dann in Bosnien an seinen Cousin zu verkaufen. Außerdem soll er die Faustfeuerwaffe, die beim schweren Raub zum Einsatz kam, vermittelt haben.
Ich habe absolut nichts damit zu tun!
Der Angeklagte
10.000 Euro Schulden bei Brüder-Paar
Vor Gericht stritt der 24-Jährige aber alles vehement ab: „Ich habe absolut nichts damit zu tun!“ Er habe zu diesem Zeitpunkt gar keinen Kontakt zu den Brüdern gehabt. „Ich habe aber 10.000 Euro Schulden bei ihnen, weshalb sie mich zu Unrecht belasten.“
Freispruch im Zweifel
Der Schöffensenat rund um Richterin Helga Moser sprach den Angeklagten schließlich im Zweifel frei. „Wir sind nicht von Ihrer Unschuld überzeugt“, führte die Richterin aus. Allerdings gelte in Österreich der Zweifelsgrundsatz.
Man wisse nicht, welche Rolle der 24-Jährige genau gespielt habe. „Es ist unklar, ob Sie beide Männer dazu bestimmt haben, den schweren Raub zu begehen oder ob Sie nur einmal davon erzählt haben, dass dieser bestimmte Taxifahrer eine teure Rolex-Uhr trägt.“
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