Die steirische Landeshauptstadt im Mittelpunkt eines filmreifen internationalen Drogenkrimis! US-Agenten fädelten als verdeckte Ermittler einen riesigen Rauschgift-Deal in Graz ein. Der Plan: 400 Kilo Heroin aus Afghanistan sollten nach New York geschmuggelt werden.
Wie in einem Drehbuch für einen Mafia-Thriller lief der von US-Agenten der Anti-Drogenbehörde DEA eingefädelte Mega-Deal ab. Seit Jahren waren die Amerikaner bereits auf der Spur zweier slowenischer Mafiosi – einer der Bosse wurde nach einer Verurteilung zu 16 Jahren Haft auf Bewährung freigelassen – und einige ihrer Mitverschwörer.
Mafiosi prahlten mit ihrer „Geschäftserfahrung“
Die Verbrecher-Organisation ist dick im internationalen Rauschgiftgeschäft, soll innerhalb weniger Monate mehrere hundert Kilo Heroin aus Österreich und anderen europäischen Ländern in die Vereinigten Staaten geschmuggelt haben. Zudem prahlten sie mit ihrer „Erfahrung“ im kriminellen Handel.
Getarnt als Käufer erschlichen sich die verdeckten amerikanischen Ermittler jedenfalls bei Treffen auch hier bei uns das Vertrauen der Profi-Kriminellen. Schließlich wurde ein Mega-Drogendeal mit 400 Kilo Heroin aus Afghanistan zum Preis von knapp 23.000 Dollar pro Kilo vereinbart.
Die Verdächtigen und ihre Mitverschwörer vereinbarten, eine schwindelerregende Menge Heroin in die USA zu schicken. Die DEA-Abteilung für Spezialoperationen wird weiterhin diejenigen verfolgen, die unseren Gemeinden schaden wollen, indem sie unsere Straßen mit gefährlichen Drogen überschwemmen.

US-Staatsanwalt Matthew Podolsky
Bild: https://www.justice.gov/usao-sdny/meet-us-attorney
Trotz Taliban-Verbots 433 Tonnen Opium im Vorjahr produziert
Trotz des Verbots des Anbaus des Heroin-Rohstoffs Opium nach der Machtübernahme durch die Taliban wurden in dem Land am Hindukusch im Vorjahr noch immer 433 Tonnen produziert.
Als Übergabeort für die Drogen wurde letztlich die steirische Landeshauptstadt Graz vereinbart. Von dort sollte das Rauschgift portionsweise per Flugzeug in die USA geschmuggelt und weiterverteilt werden. Doch dazu kam es nicht mehr: Aufgrund der dichten Beweiskette klickten für die beiden Mafia-Chefs nach einem sogenannten Red-Notice-Haftbefehl von Interpol die Handschellen im kroatischen Istrien.
Lange Haftstrafen wegen Verschwörung
Ursprünglich drohte dem Slowenen-Duo bei der Auslieferung nach Amerika lebenslange Haft. Nach einem Deal mit der Staatsanwaltschaft und einem vollen Geständnis vor Bezirksrichter Gregory H. Woods des südlichen Bezirks New York wurden die Verdächtigen wegen Verschwörung zu zehn bzw. 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
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