15.10.2021 19:02 |

Einsatz am Balkan

Mit Drohnen aus Österreich gegen die Drogen-Mafia

Grenzüberschreitender Polizeierfolg mehr als 1000 Kilometer fern der Heimat! Mithilfe von hochmodernen rot-weiß-roten Drohnen gelang unseren Grenzschützern gemeinsam mit nordmazedonischen Kollegen an der Grenze zu Griechenland ein Schlag gegen die internationale Drogen-Mafia. Ein Suchtgift-Transport mit 200 Kilogramm Marihuana wurde abgefangen, fünf Tatverdächtige konnten festgenommen werden. Im Kampf gegen Schlepper, Menschenhandel und organisierte Kriminalität wird von den heimischen Behörden auch in Österreich immer mehr auf die kleinen fliegende Augen gesetzt.

Im Kampf gegen Schlepper, Menschenhandel und organisierte Kriminalität wird von den heimischen Behörden auch in Österreich immer mehr auf die kleinen fliegende Augen gesetzt. 21 heimische Beamte sorgen derzeit in Nordmazedonien für Sicherheit. Seit Ende Juni mit Hightech-Unterstützung aus der Luft. Denn die rot-weiß-roten Polizisten setzen zwei hochmoderne Drohnen sowie einen Wärmebildbus und mobile Wärmebildkameras für nachtaktive Fahndungen in der Dunkelheit ein.

Drogen sichergestellt, fünf Festnahmen
Und der Erfolg der fliegenden Augen ließ nicht lange auf sich warten: Denn per grenzüberschreitender Zusammenarbeit gelang vor wenigen Tagen ein Schlag gegen die Drogenmafia. Ein großer Suchtmitteltransport konnte gestoppt werden, 200 Kilogramm Marihuana wurden sichergestellt. Im Zuge der Aktion klickten für insgesamt fünf Tatverdächtige - drei Albaner und zwei Nordmazedonier - die Handschellen.

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Es ist beeindruckend, welche Ermittlungserfolge durch den Einsatz von moderner Technik wie Drohnen gelingen können. Die österreichischen Beamten machen durch ihren Grenzschutz-Einsatz nicht nur den Balkan sicherer, sondern sie schützen vor allem auch Österreich vor kriminellen Machenschaften.

ÖVP-Innenminister Karl Nehammer

90 Mini-Kameras bis 2024 geplant
Aber auch im Inland setzt die Polizei immer mehr auf Drohnen als Teil der Modernisierung. Zur Grenzsicherung und Überwachung sowie im Kampf gegen Schlepper ist geplant, 90 dieser Mini-Kameras bis Ende 2024 anzuschaffen. Innenminister Karl Nehammer zur „Krone“: „Schlepperei und organisierte Kriminalität sind ein eng verwobenes Netz. Es ist beeindruckend, welche Ermittlungserfolge auch vor allem durch den Einsatz von moderner Technik wie Drohnen gelingen können.“

Österreich ist aber auch in anderen Ländern des Westbalkans mit derzeit insgesamt 50 Beamte im Einsatz, die die lokalen Behörden unterstützen. Die Idee dahinter: Mehr Sicherheit vor Ort sorgt auch bei uns für mehr Sicherheit im Kampf gegen kriminellen Machenschaften.

Christoph Budin
Christoph Budin
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