Illegales Lagerfeuer

Behörden: Jäger “legte” Waldbrände in Kalifornien

Ausland
06.09.2013 09:31
Tausende Feuerwehrleute stehen seit Mitte August in Kalifornien im Einsatz, um einen der größten Waldbrände in der Geschichte des US-Bundesstaats zu bekämpfen. Nun haben die Behörden den "Brandstifter" ausgeforscht: Ein Jäger habe in einem Wald ein Lagerfeuer gemacht - dieses sei danach außer Kontrolle geraten, teilte die US-Forstbehörde am Donnerstag mit. In Kalifornien herrscht während der Sommermonate ein Lagerfeuerverbot.

Das sogenannte "Rim"-Feuer war am 17. August nahe des berühmten Yosemite-Nationalparks ausgebrochen. Zeitweise standen mehr als 5.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Flammen zerstörten eine Fläche von über 960 Quadratkilometern. Das Feuer ist inzwischen weitgehend eingedämmt. Mehr als 100 Häuser und Waldhütten fielen den Flammen zum Opfer. Die Kosten der Brandbekämpfung wurden mit 80 Millionen Dollar (rund 60 Millionen Euro) beziffert.

Zunächst Hanfzüchter beschuldigt
Die Ermittler hatten anfangs als mögliche Ursache für das Feuer Marihuanapflanzer in Betracht gezogen. Die illegale Droge wird häufig in entlegenen Wäldern angebaut. Nach Mitteilung der Fahnder wurden aber keine derartigen Spuren nahe des Brandherdes gefunden.

Mehr als ein Viertel des Feuerschadens ist im Yosemite-Park entstanden, den jährlich mehrere Millionen Menschen besuchen. Es handelte sich um das größte Feuer in dem Nationalpark seit 1930. Der Tourismus wurde aber davon kaum eingeschränkt, da die Flammen nur am Rand tobten.

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