Mit dem Wiener Bauträger des Milliardärs Klemens Hallmann ist nächster Immobilienriese wohl in finanziellen Turbulenzen. Damit stehen hinter Megaprojekten in St. Pölten und Wiener Neustadt riesige Fragezeichen.
Was haben die Rossmarkthöfe im Herzen St. Pöltens und das Maximilium in Wiener Neustadt gemeinsam? Sie sind auf ehemaligem Leiner-Areal geplant, gelten als Leuchtturmprojekte, wurden von der Signa gekauft, an die SÜBA verkauft – und stehen nun womöglich vor dem Aus. Denn die SÜBA von Investor Klemens Hallmann soll ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten geraten sein.
Bildungscampus neu bewerten?
In der Allzeit Getreuen sind die Auswirkungen schon spürbar. Ein Grundstücksdeal zwischen Stadt und Bauträger ist gescheitert. Er wäre aber wichtig gewesen, damit die Stadt ihren Teil des Projekts, den musischen Bildungscampus, selbst errichten hätte können. „Sollte es bei den geplanten Wohnbauten zu einer kompletten Neu-Planung und Redimensionierung kommen, muss auch der Bildungscampus neu bewertet werden. In der bislang geplanten Größe ist er auf die Wohnbauten wie von Hallmann ursprünglich geplant abgestimmt.“, so Stadtsprecher Thomas Iwanschitz.
Aus jetziger Sicht war es goldrichtig, dass wir keine voreiligen Abschlüsse gemacht haben. Im Extremfall hätten wir dann jetzt halbfertige Rohbauten stehen.
Thomas Iwanschitz, Stadt Wiener Neustadt
Genau aus diesem Grund habe man den Tausch zwar grundsätzlich beschlossen, ihn grundbücherlich aber noch nicht vollzogen. „Diese Entscheidung erweist sich nun als sehr richtig“, so Iwanschitz, der betont, dass die Stadt einige Alternativen im Kopf habe. Seit 2019 wurde intensiv mit der SÜBA verhandelt. „Das Projekt war von Anfang an städteplanerisch sehr interessant, aber auch sehr sensibel. Es wäre das erste Wohnbauprojekt dieser Dimension für Wiener Neustadt“, so der Sprecher. Der erarbeitete Plan für das Maximilium hat 500 Wohnungen vorgesehen. Es sei bislang auch noch nichts gewidmet worden, was eine Bebauung, wie von SÜBA gewünscht, ermöglicht, so Iwanschitz.
Vorsichtiger Optimismus in St. Pölten
Geschäfte, Büros, ein Hotel mit 131 Zimmern, ein Kongresszentrum und vieles mehr sind – einst noch von der Signa geplant – bei den Rossmarkthöfen in St. Pölten vorgesehen. Und die Stadt geht davon aus, dass dies auch so umgesetzt wird. Erst vor wenigen Wochen habe man sich mit Verantwortlichen der SÜBA getroffen, die versichert hätten, am Projekt am einstigen Leiner-Stammsitz festzuhalten. Den genauen Planungsstand kenne man aber im Rathaus nicht, heißt es aus selbigem.
Die SÜBA ließ eine „Krone“-Anfrage zu den beiden Projekten übrigens unbeantwortet...
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