Millionen Zuschauer verfolgten via TikTok, wie sich ein türkischer Influencer regelrecht zu Tode aß. Efecan Kultur wurde nur 24 Jahre alt. Er fiel seiner krankhaften Esssucht zum Opfer – die zuvor von unzähligen Usern bejubelt wurde.
Über 180.000 Follower und Millionen Likes für Videos, bei denen sich ein Mensch im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode aß. Der 24-jährige TikToker Efecan Kultur wurde berühmt, weil er vor laufender Kamera Berge von Essen in sich hineinschaufelte.
Gefährlicher Hype aus Südkorea
Dieser gefährliche Internethype namens Mukbang stammt ursprünglich aus Südkorea. Dabei verzehren Menschen unnatürlich große Mengen an Essen und filmen sich dabei. Efecan Kultur litt allerdings sichtlich unter den Folgeerscheinungen, zuletzt soll der Türke über 300 Kilogramm gewogen haben.
Monate vor seinem Tod verbrachte der Influencer bereits mehrere Wochen im Krankenhaus, berichten türkische Medien. Neben schweren Atemproblemen konnte er sich auch kaum mehr bewegen, veröffentlichte auch keine Videos mehr. Ausgerechnet in seinem letzten Beitrag hatte Efecan noch verkündet, dass er eine Diät beginnen und auf Salz verzichten wollte. Dazu sollte es jedoch nicht mehr kommen.

Die Fressvideos auf TikTok und YouTube, bei denen Menschen ungesunde Mengen an Essen in sich hineinschaufeln, hatten zuletzt besonders im asiatischen Raum für Aufregung gesorgt. Influencer aus China, Japan oder Südkorea kassieren Zehntausende Dollar dafür, dass sie Portionen verdrücken, die eine Großfamilie sattmachen würden.
„Fress-Fluencer“ nahm über 100 Kilo ab
Bereits 2019 machte der aus der Ukraine stammende und in den USA lebende „Fress-Fluencer“ Nicholas Perry alias „Nikocado Avocado“ in einem Beitrag öffentlich, wie sich die überdimensionierte Nahrungsaufnahme auf seine Gesundheit auswirkte.
So litt Perry nicht nur unter Verdauungsbeschwerden, sondern auch unter Depressionen und erektiler Dysfunktion. Danach startete er eine Abnehm-Challenge und ließ seine Follower dabei zusehen, wie er 114 Kilogramm abnahm – dafür brauchte er allerdings zwei Jahre und mindestens zwei kosmetische Operationen.
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