Gesehen und gehört haben die Österreicher ihren neuen Bundeskanzler mittlerweile schon recht oft. Sie wissen mehr oder weniger, was er als Chef der Dreier-Regierung vorhat.
Aber wer ist Christian Stocker wirklich? Wie tickt dieser Mann? Dem geht Conny Bischofberger im ersten großen „Persönlich“-Interview mit dem neuen Bundeskanzler auf den Grund.
Der Anwalt aus Wiener Neustadt, der spätberufen in der Spitzenpolitik Karriere macht, weiß, dass die Position des Regierungschefs für ihn noch Anfang des Jahres ausgeschlossen gewesen war. Aber im politischen Leben seien eben Dinge nicht planbar, so begleite ihn ein Spruch: „Fange nie an, aufzuhören, höre nie auf, anzufangen.“
Immer wieder scheint seine Ruhe und Gelassenheit durch. Beleidigungen seines Ex-Verhandlungspartners Herbert Kickl etwa kränken ihn „gar nicht“. Was man einmal über Christian Stocker sagen soll, will Bischofberger von ihm wissen. Er habe erreicht, „was damals möglich war – und vielleicht ein Quäntchen mehr“.
Und was sagt Kollegin Bischofberger nach dem Interview über den neuen Bundeskanzler? „Er argumentiert mit der stoischen Gelassenheit eines tibetischen Buddhas.“ In so wild bewegten Zeiten wie diesen kann so einer an der Spitze dem Land ganz guttun.
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