Die Umweltschutzorganisation Global 2000 hat alle Bundesländer einem Wärmewende-Check unterzogen. Die entsprechende Bilanz fällt mehr als enttäuschend aus – auch in Salzburg. . .
„Das Thema Wärmewende muss jetzt endlich in allen Bundesländern, ernsthaft thematisiert und umgesetzt werden. Es gibt allerorts noch zu viele Versäumnisse“, sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000. Denn: „Es fehlen ausreichend ambitionierte Zielsetzungen, die Sanierungsrate ist zu niedrig und auch der Tausch von Heizungen auf klimafreundliche Systeme muss viel stärker in den Fokus geraten. Weiters fehlen klare Ausstiegspläne aus fossiler Energie bei der Fernwärme.“
„Ambitioniert, aber verspätet“
Salzburg will bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität erreichen und damit zehn Jahre später als Österreich insgesamt. Allerdings ist das Ziel bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 50 % gegenüber 2005 zu senken ambitionierter als das der meisten anderen Bundesländer. Mit einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um 25 % zwischen 2012 und 2022 hat Salzburg den stärksten Rückgang aller Bundesländer erreicht. Der Rückgang fossiler Heizungen ist merklich: Heizten im Jahr 2013 noch 34 % der Salzburger Haushalte mit Öl oder Gas, waren es 2023 noch 27 %. Bei der Sanierungsrate liegt man mit 1,4 % aber unter den erforderlichen 3 %.
„Salzburg hat seine Treibhausgasemissionen stärker reduziert als jedes andere Bundesland. Der Ausstieg aus den verbliebenen Öl- und Gasheizungen braucht jedoch noch weitere Anstrengungen. Wichtig ist zudem die Senkung des Energieverbrauchs durch mehr thermische Sanierungen und eine Erhöhung der Qualität dieser Sanierungen“, meint Wahlmüller.
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