Streitparteien einig

Korea: Industriepark Kaesong wird wiedereröffnet

Ausland
14.08.2013 12:22
Vier Monate nach der Schließung der gemeinsamen nord- und südkoreanischen Industriezone Kaesong haben sich die beiden Länder am Mittwoch auf eine Wiedereröffnung des Komplexes geeinigt. Pjöngjang hatte im April alle seine Arbeiter aus Kaesong abgezogen, wo seit dem Jahr 2004 etwa 53.000 Nordkoreaner in 123 südkoreanischen Fabriken arbeiteten.

Nach zuvor sechs erfolglosen Gesprächsrunden sei nun ein fünf Punkte umfassendes Abkommen zu der Wirtschaftszone auf nordkoreanischem Staatsgebiet geschlossen worden, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Vereinigungsministeriums am Mittwoch. Details nannte er jedoch nicht. Die Blockade schadet den Volkswirtschaften beider Länder, südkoreanische Unternehmer hatten mit Nachdruck die Wiederinbetriebnahme gefordert.

Grund für den Abzug im April war ein gemeinsames Militärmanöver Südkoreas und der USA. Im Mai zog dann auch Seoul die südkoreanischen Manager ab. Anfang Juli einigten sich beide Länder im Grundsatz darauf, die Zone wieder zu öffnen, doch gab es seitdem kaum Fortschritte. Hunderte südkoreanische Geschäftsleute demonstrierten am Mittwoch an der Grenze für eine rasche Wiedereröffnung.

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