Schweden prüft:

Wurde neuerlich Kabel in der Ostsee beschädigt?

Ausland
21.02.2025 10:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Ostsee soll erneut ein Kabel am Meeresgrund beschädigt worden sein. Zu dem Verdacht wurden Ermittlungen eingeleitet, wie die schwedische Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur dpa bestätigte.

Laut Berichten in schwedische Medien verläuft das Kabel zwischen Finnland und Deutschland. Der Schaden ist demnach in der ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens nahe der Insel Gotland aufgetreten.

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson äußerte sich zu dem Verdacht, ohne Details zu nennen. Er habe durch die Medien von dem möglichen neuen Kabelbruch in der Ostsee erfahren, schrieb er am Freitag auf der Plattform X (vormals Twitter).

Man nehme alle Meldungen über mögliche Schäden an der Infrastruktur in der Ostsee, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage, sehr ernst. „Die Regierung wird laufend von den zuständigen Behörden informiert, die den Vorfall untersuchen“, berichtete Kristersson im Tweet (siehe oben).

Wieder Datenkabel zwischen Helsinki und Rostock
Es handelt sich somit erneut um das Datenkabel C-Lion1, das zwischen Helsinki und Rostock verläuft und bereits bei zwei separaten Vorfällen Ende 2024 beschädigt worden war. An dem Seekabel seien kleinere Schäden festgestellt worden, teilte der Betreiber Cinia mit. Die Funktionsfähigkeit der über das Kabel laufenden Kommunikationsverbindungen sei dadurch aber nicht beeinträchtigt. Der Datenverkehr laufe normal.

Ermittlungen wegen möglicher Sabotage
In den vergangenen Monaten sind immer wieder Beschädigungen an Kommunikationskabeln und Stromleitungen in der Ostsee aufgetreten. In mehreren der Fälle wird wegen möglicher Sabotage ermittelt.

Die Ursache für die Kabelbrüche ist weiterhin unklar, es steht der Verdacht im Raum, dass vorbeifahrende Schiffe sie – vorsätzlich oder unabsichtlich – mit ihren Ankern beschädigt haben. Im Zuge vor Ermittlungen wurden verdächtige Schiffe immer wieder tagelang festgehalten, dann aber wieder freigegeben.

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