Knapp an der Mehrheit vorbeigeschrammt mit nur einem Mandat ist Gänserndorfs ÖVP- und Stadtchef René Lobner. Der Landtagsabgeordnete hat nun – nach abschließenden Gesprächen am Mittwochabend – die kommende Periode unter sein Motto „Spiel der freien Kräfte“ gestellt. Bei Entscheidungen mit 50%-Hürde sollte er aber stets gute Karten haben.
Um 50-Prozent-Mehrheit bei Abstimmungen zu erreichen, fehlt der ÖVP nur eine Stimme. Gegenbeispiel, theoretisch gemeint: Im Gegenzug müssten sich schon alle anderen Parteien bei Abstimmungen einigen und alle mitvoten, um gemeinsam eine absolute Mehrheit gegen die Schwarzen zu erreichen. „Ich plädiere für mehr Zusammenarbeit und setze auf das Spiel der freien Kräfte“, beschreibt Lobner die Lage mit seinen Worten. Und: Es stehe eine „aufregende und fordernde Zeit“ an – von Gesundheitsversorgung bis zur vorerst verhinderten Marchfeld-Schnellstraße. „Und hier sollten alle ihren konstruktiven Beitrag bei oft schwierigen Entscheidungen einbringen können.“
Bürgermeisterwahl: Mehrheit für Lobner, relativ viele Ungültig-Votings
Eindeutigen Vorsprung hatte Lobner bei der Bürgermeister-Abstimmung: Von 36 eingeworfenen Stimmen fielen 26 auf den Landtagsabgeordneten, allerdings: Sieben ungültige Stimmen stellten den Platz 2 dar, was fast einem Viertel von Lobners Anteil entspricht. Drei Stimmen erhielt Wolfgang Lehner von der SPÖ.
Auch Vize-Amt für die ÖVP
Bei der Sitzungswahl holte die ÖVP aber auch den Vizebürgermeister: Wolfgang Halwachs lebt im außerhalb gelegenen „Gänserndorf Süd“ und soll bei Konflikten Bindeglied sein. Erst letztens gab es Unstimmigkeiten bezüglich Kinderbetreuung, die in dem knapp fünf Kilometer entfernten Stadtteil stattfand (wir berichteten).
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.