Das Video zu "They" hat nur eine Darstellerin - nämlich die junge Waliserin, die auszog, um über den Umweg USA die ganz große Karriere zu machen. Im Video schwebt Jem im Vakuum einer Raumstation und zieht sich dort langsam bis auf die nackte Haut aus, während die Raumstation die Erde umkreist - dezent, aber äußerst lecker anzuschauen.
Musikalisch hat es Jem sowieso drauf. Obwohl ihr Gesang frapant an das Singel-Sangel von Dido erinnert, unterscheiden sich die Songs auf dem Debütalbum "Finally Awoken" doch ganz deutlich von den eher eintönigen und immer gleichen Hits Didos. Klar, "Finally Awoken" ist ein reines Pop-Album, aber da dürfen schon mal zwischendurch scharfe Gitarren-Riffs ("24") rein, oder auch Anspielungen auf den 80er-Lollipop-Pop einer Betty Boo ("Wish I"), oder fast schon gregorianisch anmutende Choräle wie auf "They".
Das Schlimmste ist aber: beinahe wäre aus Jems Karriere gar nichts geworden: erst intensives Airplay einer amerikanischen Radiostation verschaffte der Britin ihren Plattenvertrag. Und selbst dann dauerte es noch über ein Jahr, bis "Finally Awoken" auch in Europa in den Plattenläden stand.
Jetzt ist es aber soweit und "Finally Awoken" ist jedem ans Herz zu legen. Hochintelligenter, abwechslungsreicher Pop der feinsten Sorte!
Fazit: 9 von 10 außerirdischen Lapdances
Von Christian Schleifer
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.