Nur durch Zufall kam die Sache ans Tageslicht: Eine Frau aus Payerbach, Bezirk Neunkirchen, fälschte auf der FPÖ-Zustimmungsliste für die Gemeinderatswahl die Unterschriften von Mann und Sohn. Sie hat sich nun selbst angezeigt.
In Payerbach, Bezirk Neunkirchen, kam nur durch Zufall ans Tageslicht, dass auf den FPÖ-Unterstützungserklärungen für die Gemeinderatswahl zwei Unterschriften gefälscht wurden.
„Ein Kollege der Gemeindewahlbehörde hat mit einem Payerbacher gesprochen und im Gespräch stellte sich heraus, dass der Herr gar nicht für die FPÖ unterschrieben habe“, erklärt Payerbachs Bürgermeister Jochen Bous (Pro Payerbach). Die Gattin habe ganz einfach ihn samt Sohn mit auf die Liste gesetzt. Sie hat in der Zwischenzeit Selbstanzeige erstattet.
Wer die Dame ist, ist dem Bürgermeister bekannt. Warum sie das tat, wisse er nicht. Für die Wahl selbst habe es keine Folgen, denn im Endeffekt waren es mehr als die 21 dafür notwendigen Unterschriften. Bous stellt sich dennoch die Frage: „Wie viele Unterschriften sind dann vielleicht noch gefälscht?“
„FPÖ-Payerbach wurde getäuscht“
FPÖ-Bezirksparteiobmann Jürgen Handler meint dazu: „Die eingereichten Listen wurden ordnungsgemäß auf die Richtigkeit der Angaben übermittelt. Dass die FPÖ Payerbach hier ganz offensichtlich getäuscht wurde, liegt auf der Hand. Nachdem bereits Selbstanzeige erstattet worden ist, liegt es uns fern, hier auch noch nachzutreten.“ Und: „Wir können ausschließen, dass noch weitere Unterschriften gefälscht wurden“, betont Handler.
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