Paukenschlag beim Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB): Sportdirektor Peter Schöttel steht nach „Krone“-Informationen vor dem Aus! An seiner Stelle könnte ein anderer langjähriger Teamverteidiger übernehmen.
Die Tagesordnung zur freitägigen Aufsichtsratssitzung des ÖFB in Wien ließ reine Routine vermuten: „Bericht des Sportdirektors“ stand da zu lesen, Peter Schöttel sollte eine Analyse zur WM in den USA abliefern. Doch am Vorabend sickerte durch, dass der 59-Jährige gar nicht vor Ort ist, vielmehr vor dem Aus steht.
Unmut über die Vorgehensweise
Ein Knalleffekt, der zwei Monate nach dem Sechzehntelfinal-Aus unerwartet kommt, die Vorgehensweise erinnert an die Sitzung Ende Jänner: Damals machte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Josef Pröll die Gehaltserhöhung von Teamchef Ralf Rangnick zum Thema, ohne sie vorher auf die Tagesordnung gesetzt zu haben. Eine Geheimniskrämerei, die in der Sitzung zu heftigen Diskussionen führte. Auch diesmal scheint der Unmut über die Vorgehensweise groß zu sein, was aber wohl nichts mehr an der Tatsache ändert, dass Schöttel nach neun Jahren im Amt seinen Sessel räumen wird.
Nicht minder überraschend: Anstelle von Schöttel soll Rangnick vor den Aufsichtsrat treten, zur WM Rede und Antwort stehen. Jener Rangnick, der letztmalig im August 2024 an einer Sitzung des führenden Gremiums teilgenommen hatte, danach wenig schmeichelhafte Worte für das Präsidium fand und sich auch nie mehr blicken ließ.
Nicht minder pikant: Sollte Schöttel nicht freiwillig seinen Sessel räumen, muss die Geschäftsführung den Antrag auf seine Abberufung stellen, der Aufsichtsrat diesem mit einfacher Mehrheit zustimmen.
Prödl ist ein Thema
Offen ist offiziell auch noch, wer die Rolle des Sportdirektors künftig übernimmt. Da wird spannend zu beobachten sein, ob Rangnick wieder am deutschen Markt fündig wird oder diesmal einem Österreicher eine Chance gibt: Sein Draht zu Sebastian Prödl, dem aktuellen Leiter der ÖFB-Nachwuchsteams, ist in jedem Fall ein sehr guter.
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