Waffen, Explosionen
Hamas trainiert Buben ab 6 Jahren in Militär-Bootcamp
Das Bootcamp befindet sich in Rafah an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten, berichten die Nachrichtenagenturen AFP und EPA. Ab Juni werden dort jedes Jahr Buben zwischen sechs und 16 Jahren auf ein Leben im Krieg vorbereitet - neben Waffentraining stehen ein erbittertes Sportprogramm, Spurenlesen, Jagen, aber auch Lesen und Religionsstunden auf dem Programm.
Krieg schon für Kinder
Die Kinder werden aber vor allem in simulierte Kriegssituationen gezwungen: Sie müssen mit militärischem Drill exerzieren, Schießübungen absolvieren, Waffen auseinandernehmen und wieder zusammenbauen, unter Stacheldrahtzaun kriechen, durch Feuer springen, "Feinde" umherschleppen und hinter Sandsäcken Deckung suchen - und das alles in der Wüstenhitze. Währenddessen werden von den maskierten Bewachern über den Köpfen der Buben Schüsse abgefeuert und neben ihnen Explosionen ausgelöst, brennende Reifen säumen das Übungsgelände.
Auch Al-Kaida trainiert den Nachwuchs
Die Kinder sollen künftig gegen die Israelis in den Kampf ziehen, das macht auch das Logo des Camps klar: Es zeigt zwei Fäuste, zwei Waffen und eine Karte des Gazastreifens. Die Hamas ist mit ihrem Training für den Nachwuchs allerdings mitnichten allein. Erst vor Kurzem tauchte etwa im Internet ein Video auf, das ein Jihadisten-Camp der Terrororganisation Al-Kaida zeigt. Auch hier wird Kindern mit militärischem Drill der Umgang mit Waffen beigebracht (siehe Infobox).
Mädchen sind beim Islamistentraining übrigens nicht willkommen - im Gazastreifen verbringen bis zu 20.000 von ihnen ihre Zeit in einem anderen Sommerlager der Hamas mit dem Studium des Koran.







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