Keine Kundenwarnung
Vorwurf in D: Rattengift in Lidl-Verkaufsräumen
Der deutsche Discounter erklärte, aktuell lägen keine Hinweise von Mitarbeitern über gesundheitliche Beschwerden vor. Lidl kontrolliere seine Märkte täglich auf Schädlingsbefall. Man werde den Hinweisen aber "nochmals intensiv nachgehen".
Österreichische Filialen nicht betroffen
Lidl Österreich ist von den Vorwürfen nicht betroffen, hieß es in einem Statement des Unternehmens. Man verfüge hierzulande über ein umfangreiches Hygienekonzept, das für einen potenziellen Schädlingsbefall ausschließlich auf namhafte und zertifizierte Schädlingsbekämpfer setzt, teilte das Unternehmen mit. Hierdurch werde sichergestellt, dass sämtliche Vorschriften eingehalten und Kunden sowie Mitarbeiter nicht gefährdet werden.
Eine Kreuzkontamination mit Lebensmittel kann laut Lidl ausgeschlossen werden. Alle eingesetzten Köder, die für Dritte nicht zugänglich seien, und die Inhaltsstoffe seien in der vorhandenen Dosierung für Menschen nicht gesundheitsgefährdend, so das Unternehmen.
Mitarbeiter wurden gewarnt
Das ARD-Magazin "Kontraste" hatte sich auf Mitarbeiter der Lebensmittelkette berufen, die nach eigenen Angaben angewiesen wurden, nur mit Handschuhen zu arbeiten und das Pulver keinesfalls einzuatmen. Einer der Angestellten schilderte laut "Kontraste", manche Filialen hätten "rosa Rattengift" eingesetzt, das für den Menschen nicht besonders gefährlich sei. Vor den ebenfalls verteilten blauen Schädlingsbekämpfungsmitteln seien sie aber gewarnt worden, da diese bei Berührung oder Einatmen "hochgradige Verätzungen" und sogar "Herzstillstand" auslösen könnten. Warnhinweise der Filialleitung für Kunden habe es nicht gegeben.
Rattenbefall Behörden nicht gemeldet
Obwohl Lidl einen Rattenbefall beim örtlichen Gesundheitsamt hätte anzeigen müssen, habe dieses nach eigenen Angaben keine Meldung erhalten, heißt es in dem Bericht weiter. Nach Einschätzung der leitenden Gesundheitsaufseherin des Berliner Stadtbezirkes Tempelhof-Schönberg, Beate Sabally, könne Rattengift für Kinder lebensbedrohlich sein. "Wenn ein Kind Giftstoffe aufnimmt, verdünnt sich das Blut und das Kind kann verbluten", sagte sie dem ARD-Magazin. "Deshalb dürfen nur anerkannte Schädlingsbekämpfer Rattengift auslegen."







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.