Eins gleich vorneweg: Zur Ruhe kommt man beim Anhören des neuen Disturbed-Albums "Ten Thousand Fists" nicht. Von Beginn an bis zum letzten Takt liefern die Jungs ein bretthartes und kompromissloses Metal-Album. Die Bassdrum-Pedale laufen auf Hochtouren und die Gitarrensaiten glühen. Powerchords, Stakkato-Riffs - das volle Programm.
Wer jetzt vor dem Begriff "Metal" zurückschreckt, der sollte sich erst einmal das Album zu Gemüte führen. Die Stärke von Disturbed liegt nämlich eindeutig in den eingängigen und absolut hitverdächtigen Hooks. Sänger David Draiman findet immer der richtigen Weg zwischen hartem Sound und schönen Melodien und vermeidet dabei - Gott sei Dank - in allzu hohe Gesangslagen zu stoßen.
Song Nummer 11 dürfte den meisten Ohren bekannt vorkommen. "Land of Confusion" beantwortet die Frage, wie Phil Collins wohl klingen würde, wenn er ins Metal-Genre abgedriftet wäre. Disturbed liefern die wohl bislang härteste Cover-Version dieses Genesis-Songs ab. Dabei sind die Jungs aus Amerika keineswegs auf kopierte Songs angewiesen: Die eigenen Songs strotzen vor Kraft und Ideenreichtum. Wer nach dem Hören immer noch nicht den Kopf bangt und laut mitgrölt, der ist selbst dran Schuld.
Fazit: 8 von 10 harten Brettern
von Sebastian Räuchle
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