Massaker in Kandahar
US-Soldat Bales bleibt Todesstrafe wohl erspart
Das Geständnis will der Beschuldigte demnach kommenden Mittwoch bei einer Anhörung im US-Staat Washington ablegen. Ihm wird die Beteiligung an einem Massaker in der südafghanischen Provinz Kandahar am 11. März 2012 vorgeworfen (siehe Infobox). Bales muss sich wegen 16-fachen Mordes, sechsfachen Mordversuchs und Misshandlung in sieben Fällen verantworten.
"Abscheuliches und verachtenswertes Verbrechen"
Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "abscheulichen und verachtenswerten" Verbrechen, zumal der Unteroffizier einige der Leichen auch noch angezündet und sich mit den Taten gebrüstet haben soll. Auf die Frage, ob sein Mandant Reue empfinde, antwortete Verteidiger John Browne: "Absolut, und ich denke, das wird im weiteren Prozessverlauf auch deutlich werden."
Die Hinterbliebenen der Opfer dürfte das kaum zufriedenstellen: Sie hatten ursprünglich für ein Gerichtsverfahren in Afghanistan und die Möglichkeit der Todesstrafe plädiert.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.