Massaker in Kandahar

US-Soldat Bales bleibt Todesstrafe wohl erspart

Ausland
30.05.2013 10:12
Ein des Mordes an 16 afghanischen Dorfbewohnern beschuldigter US-Soldat kommt nach einem Handel mit der Staatsanwaltschaft wohl um die Todesstrafe herum: Der Anwalt des 39-jährigen Robert Bales (Bild) sagte in einem am Mittwoch von der BBC ausgestrahlten Video, sein Mandant habe im Gegenzug für ein Geständnis mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, dass ihm die Höchststrafe erspart bleibt. Im September werde das zuständige Militärgericht dann entscheiden, ob es eine lebenslange Haftstrafe mit oder ohne Chance auf Bewährung verhängt.

Das Geständnis will der Beschuldigte demnach kommenden Mittwoch bei einer Anhörung im US-Staat Washington ablegen. Ihm wird die Beteiligung an einem Massaker in der südafghanischen Provinz Kandahar am 11. März 2012 vorgeworfen (siehe Infobox). Bales muss sich wegen 16-fachen Mordes, sechsfachen Mordversuchs und Misshandlung in sieben Fällen verantworten.

"Abscheuliches und verachtenswertes Verbrechen"
Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "abscheulichen und verachtenswerten" Verbrechen, zumal der Unteroffizier einige der Leichen auch noch angezündet und sich mit den Taten gebrüstet haben soll. Auf die Frage, ob sein Mandant Reue empfinde, antwortete Verteidiger John Browne: "Absolut, und ich denke, das wird im weiteren Prozessverlauf auch deutlich werden."

Die Hinterbliebenen der Opfer dürfte das kaum zufriedenstellen: Sie hatten ursprünglich für ein Gerichtsverfahren in Afghanistan und die Möglichkeit der Todesstrafe plädiert.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
30.05.2013 10:12
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung