Die Kombinierer freuen sich auf den Heim-Weltcup in der Ramsau. Die Rettenegger-Brüder hatten einen völlig unterschiedlichen Saisonstart.
Eine gewisse Rivalität bei Geschwistern ist immer da. Da brauch ich gar nicht lügen“, grinst Kombinierer Stefan Rettenegger, der im Weltcup aktuell gegenüber Bruder Thomas etwas das Nachsehen hat. „Aber ich freue mich trotzdem, dass es so gut läuft bei ihm. Er macht aktuell viel richtig.“
Zwei fünfte Plätze hat der 24-Jährige heuer schon erreicht. „Aber ich habe auf der Schanze noch meine Baustellen, bin noch nicht da, wo ich sein will“, sieht Thomas noch Verbesserungspotenzial. Im Skispringen zählt der Pongauer aber ohnehin zu den Besten, der Langlauf war bisher eher das „Problem“. Das hat sich geändert. „Ich merke, dass sich läuferisch bei mir zuletzt viel getan hat. Vor allem technisch habe ich mich weiterentwickelt, deswegen läuft es richtig gut“, zeigt sich Thomas zufrieden mit den ersten Wochen des Winters.
Sein um zwei Jahre jüngerer Bruder ist indes derzeit in einer anderen Gefühlswelt. Der Vorjahresgesamtzweite hat seine Topform noch nicht gefunden, kämpft mit den Folgen einer zum Ende der Vorbereitung erlittenen Verkühlung. Nervös wird Stefan deswegen nicht: „Meine gesundheitliche Verfassung war bei den ersten Bewerben nicht optimal. Jetzt konnte ich aber gut trainieren und es geht in die richtige Richtung.“
Viele Zuschauer
Am Wochenende steht der Heim-Weltcup in der Ramsau für die Kombinierer auf dem Programm. „Uns haben viele Leute gesagt, dass sie zuschauen kommen. Es ist schön, wenn man angefeuert wird“, sagen die Retteneggers unisono.
Vergangene Saison belegte Stefan in der Steiermark die Ränge drei und vier. „Damit wäre ich heuer sehr zufrieden.“ Cheftrainer Christoph Bieler hat vor den für Freitag und Samstag angesetzten Bewerben ein gutes Gefühl: „In der Ramsau ist es meistens gut für uns gelaufen.“
Auch die Bischofshofenerin Claudia Purker hofft, dass sie starke Ergebnisse einfahren kann und wünscht sich vor allem in der Loipe lautstarke Fan-Unterstützung: „Dann läuft es sich gleich leichter.“
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