Bisher 143 Todesopfer
Rätsel um mysteriöse „Krankheit X“ ist gelöst
Bei der bisher mysteriösen „Krankheit X“ in einer abgelegenen Region der Demokratischen Republik Kongo handelt es sich nach Einschätzung der Behörden um eine schwere Form der Malaria.
„Das Rätsel ist endlich gelöst“, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Es handle sich um schwere Malaria in Form einer Atemwegserkrankung. Auch die Unterernährung der Erkrankten spiele eine Rolle. Überwiegend betroffen sind Kinder, vor allem Unter-Fünfjährige.
Seit dem Ausbruch im November in der Provinz Kwango gab es bisher mehr als 400 Krankheitsfälle. 143 Menschen kamen ums Leben.
Einsätze gestalten sich schwierig
Die Sorge vor einer möglicherweise neuen Krankheit war entsprechend groß. Die Regierung des Kongo hatte mitgeteilt, in höchster Alarmbereitschaft zu sein. Die Abgelegenheit der Region erschwere zudem die Einsätze vor Ort, sagte WHO-Nothilfedirektor Mike Ryan.
Aus der Hauptstadt Kinshasa dauert es wegen schlechter Straßen und der Witterung mehr als zwei Tage, um das Gebiet überhaupt zu erreichen.
Der Begriff „Krankheit X“ wurde vom Institut für öffentliche Gesundheit der Demokratischen Republik Kongo verwendet. Zu den Symptomen gehören Fieber, Kopfschmerzen, Atemprobleme und Anämie.
Bei einer Anämie, die auch als Blutarmut bezeichnet wird, sinkt die Konzentration des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin im Blut unter den Normalwert. Das führt dazu, dass das Blut deutlich weniger Sauerstoff transportieren kann.







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