Knapp die Hälfte der Arbeitswege erfolgt in Tirol mit dem Pkw. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert Unternehmen und die Politik auf, mehr Anreize zu schaffen.
Wenn Tirolerinnen und Tiroler zur Arbeit fahren, tun sie das zu 49 Prozent mit dem Auto. 21 Prozent der Arbeitswege werden mit den Öffis zurückgelegt, 29 Prozent am Fahrrad oder zu Fuß. Zwar ist Tirol damit weniger autolastig als andere Bundesländer, doch der VCÖ ortet noch viel Verbesserungspotenzial.
Fahrgemeinschaften und Öffis sparen Stau
So gebe es wenig Fahrgemeinschaften. Im Pendelverkehr sind 1000 Personen mit 880 Autos unterwegs, nur drei Prozent der Arbeitswege werden mitfahrend zurückgelegt. Der VCÖ ermuntert Unternehmen, Fahrgemeinschaften zu fördern und mit Mitfahr-Apps zu unterstützen.
Schon die Standortwahl entscheidet das künftige Mobilitätsverhalten der Beschäftigten.
Katharina Jaschinsky
Noch effektiver, um Stau im Pendelverkehr zu vermeiden, ist der Umstieg auf Öffis. So ersetze eine einzige S-Bahn im Frühverkehr mehr als 200 Pkw. Unternehmen könnten etwa mit dem steuerbegünstigten Klimaticket zum Umstieg motivieren. Und: „Schon die Standortwahl entscheidet das künftige Mobilitätsverhalten der Beschäftigten“, meint VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.
Bundesregierung soll neue Anreize schaffen
Zuletzt sieht der VCÖ die Verantwortung auch bei der künftigen Bundesregierung. So wünscht man sich, dass das kleine Pendlerpauschale durch das Bundesland-Klimaticket ersetzt wird. Kontraproduktiv sei, dass die private Nutzung von Firmenwagen steuerlich begünstigt ist.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.