Junge Patienten mit Autismus, ADHS, Legasthenie oder auch körperlicher Beeinträchtigung können beim Verein „Kinder stärken“ in Gramatneusiedl (Bezirk Bruck an der Leitha) lernen, den Alltag einfacher zu meistern – gemeinsam mit Pferd, Esel und Hund.
Der kleine Tim kam bereits im Alter von acht Monaten ins Therapiezentrum. Er hatte kurz nach seiner Geburt einen Schlaganfall und war halbseitig gelähmt. Heute, fast fünf Jahre später, kann er ein normales Leben führen, mit nur leicht motorischen Defiziten. Zu verdanken hat er das dem Verein „Kinder stärken“ in Gramatneusiedl, Bezirk Bruck an der Leitha. Dieser hat sich vor allem auf Kinder mit Autismus und neurodivergenten Erkrankungen wie ADHS, Dyskalkulie (Rechenschwäche) oder Legasthenie (Lese- und Rechtschreibschwäche) spezialisiert.
Nach einem Erstgespräch und Diagnostik im Haus werden die Kinder dann der richtigen Therapie zugeordnet. „Man schaut, wo sind die Stärken des Kindes, was funktioniert gut“, so Vereinsobfrau Andrea Keglovits-Ackerer. Sie selbst ist ausgebildete Sonder- und Sprachheilpädagogin. Ihr Team besteht aus 14 Fachleuten, darunter Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und klinische Psychologinnen.
Und die Kinder kommen gerne. Da gibt es den zotteligen Therapiehund „Alfi“, sieben Pferde und die beiden Eseldamen „Liesi“ und „Lotti“. „Esel arbeiten besonders genau. Sie hinterfragen und überlegen genau, was sie tun“, beschreibt Keglovits-Ackerer, warum sich diese Tiere besonders gut für die Arbeit mit Kindern mit ADHS eignen. „Wenn das Kind unruhig ist, geht der Esel erst gar nicht los“, so die Pädagogin.
Die Kosten für die Therapien werden größtenteils von der Krankenkasse übernommen. In Fällen, wo das nicht der Fall ist und sich Familien keine Therapie leisten können, gibt es einen eigenen Spendentopf.
Spendenkonto: Volksbank
AT62 4300 0430 0002 0008


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