„Krone“-Kino-Kritik

„Wicked“: Märchenhaftes Musical mit Star-Besetzung

Unterhaltung
12.12.2024 11:53

Popcorn bereitstellen, denn es wird zauberhaft: Das Kult-Musical „Wicked“ erobert die Kino-Leinwand! Die Hexen Elphaba (Cynthia Erivo) und Glinda (Ariana Grande) könnten nicht unterschiedlicher sein: Elphaba, mit grüner Haut, kämpft um Anerkennung, während Glinda privilegiert ist. Auf der Uni Glizz werden sie jedoch Freundinnen ... Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu diesem märchenhaften Musical. 

Sie ist spürbar, die Rivalität, die von Beginn an zwischen ihnen steht: die eine, Glinda (Ariana Grande), Campus-Liebling an der Universität, die andere, Elphaba (Cynthia Erivo), eine missverstandene Außenseiterin aufgrund ihrer giftgrünen Hautfarbe. Als Hexen von Oz müssen sie ihre Bestimmung erst finden. Dass sie dabei mit durchaus menschlichen Anfechtungen wie Missgunst, Eifersucht oder Enttäuschung konfrontiert werden, erdet die Leinwand-Adaption des Broadway-Kultmusicals.

Elphaba (Cynthia Erivo) und Glinda (Ariana Grande) sind die Hexen von Oz.
Elphaba (Cynthia Erivo) und Glinda (Ariana Grande) sind die Hexen von Oz.(Bild: Copyright Universal Studios)
Jeff Goldblum als Zauberer und Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh als Madame Morrible.
Jeff Goldblum als Zauberer und Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh als Madame Morrible.(Bild: Copyright Universal Studios)
„Wicked“: Ein märchenhaftes Kult-Musical ab sofort im Kino.
„Wicked“: Ein märchenhaftes Kult-Musical ab sofort im Kino.(Bild: Copyright Universal Studios)

Regisseur Jon M. Chu verlässt sich auf seinen exquisiten Cast (des Weiteren sehen wir u. a. Jeff Goldblum als Zauberer und Michelle Yeoh als Madame Morrible), überzeichnet die Figuren zum Teil krass, weiß aber mit einem soliden Mix aus computergenerierter Animation und theaterhaft-fellinesken Sets zu fesseln.

Und mit Paul Tazewell hat Chu einen Oscar-nominierten Kostüm-Designer an seiner Seite. Melodiöse Musical-Nummern werden zum akustischen Bindeglied zwischen wirklich märchenhaft-tosender Farbenpracht und düsterer Wahrheitsfindung. Dass hier die omnipräsente Analogie zum Rassismus sowie das zentrale Thema der Diskriminierung nur ein bisschen aufgerüscht werden, ist allerdings wenig tiefgründig.

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